Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – orge Lorenzo konnte in der ersten Hälfte der MotoGP-Saison 2017 nicht überzeugen

Zu Beginn der Saison mit Spannung erwartet, herrscht nach den ersten neun MotoGP-Rennen von Jorge Lorenzo bei Ducati allenthalben Ernüchterung.

Konnte der Spanier auf seine Heimstrecke in Jerez beim Saisonlauf mit Rang drei seinen ersten Podestplatz auf der Desmosedici erzielen, lief es ansonsten mehr als durchwachsen für den dreifachen MotoGP-Weltmeister. In der WM liegt er mit 65 Punkten nur auf Platz neun – 58 Zähler hinter Teamkollege Andrea Dovizioso.

Das zeigt, welches Potenzial die GP17 hat und wie schwer Lorenzo die Umstellung von Yamaha auf Ducati wirklich fällt. Für HRC-Manager Livio Suppo ist der 30-Jährige deshalb auch die Enttäuschung der bisherigen Saison. Auf die Frage, wer ihn in der ersten Jahreshälfte negativ überrascht hat, antwortet Suppo: „Bedenkt man, was Dovizioso mit der Ducati gemacht hat, und auch Petrucci und Bautista, würde ich Lorenzo sagen.“

Im Gespräch mit ‚GPone.com‘ erklärt der Teamdirektor von Repsol Honda: „Das Motorrad ist konkurrenzfähig, aber Jorge hat mehr zu kämpfen als wir dachten. Als Valentino (Rossi; Anm. d. R.) auf der Ducati saß, hatten alle Jungs Probleme. Im Moment ist es nur er.“ Tatsächlich zeigten auch die Satellitenfahrer starke Leistungen. Danilo Petrucci pilotierte seine GP17 bereits zweimal auf das Podium und liegt in der WM vor Lorenzo.

Auch die MotoGP-Rookie Jonas Folger und Johann Zarco sind dem Ducati-Piloten schon einige Top-Platzierungen voraus. Besonders Zarco hinterließ bei Honda-Manager Suppo Eindruck. Vom Tech-3-Fahrer, in Le Mans starker Zweiter, zeigt er sich positiv überrascht: „Er hat mehr erreicht, als jeder von uns erwarten konnte. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum er unterschätzt wurde. Schließlich hat er zwei Moto2-Titel gewonnen.“

Mit seinen eigenen Fahrern ist Suppo zufrieden. Insbesondere bei Dani Pedrosa sieht er eine Wandlung. „Er ist so positiv wie nie zuvor. Er hat sich verändert, ist stärker geworden und liegt nur 26 Punkte hinter Marc, aber er hätte noch näher dran sein können, wenn bestimmte Rennen planmäßiger verlaufen wären“, urteilt der Teamdirektor. Und der WM-Leader? „Marc ist Marc, er sieht immer das Positive in den Dingen. Das ist seine Stärke.“

Text von Juliane Ziegengeist

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