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© LAT – Yamaha M1, Ducati Desmosedici und Honda RC213: Lorenzo fuhr sie alle

(Motorsport-Total.com) – Innerhalb von zweieinhalb Jahren konnte Jorge Lorenzo drei verschiedene MotoGP-Bikes pilotieren.

Mit der Yamaha M1 sammelte der dreimalige MotoGP-Weltmeister zweifellos die meiste Erfahrung. Neun Jahre lang trat Lorenzo für das Yamaha-Werksteam an. Es folgten zwei Jahre bei Ducati und ein Jahr bei Honda. Im Winter kehrte er als Testfahrer zu Yamaha zurück und fuhr die M1 im Februar.

Im Vergleich zur Ducati und zur Honda gilt die Yamaha als deutlich fahrbarer. Diese Stärke nutzte Lorenzo von 2008 bis 2016 und holte mit der M1 insgesamt 44 Laufsiege, 39 Pole-Positions und drei WM-Titel. Mit der Ducati Desmosedici gewann er drei Rennen und stand vier Mal auf der Pole. Mit der Honda schaffte es Lorenzo bei 15 Starts nicht ein Mal in die Top 10.

„Es stimmt, die MotoGP wird als Sport körperlich immer anstrengender. Es ist richtig hart, 45 Minuten mit einem dieser Biester zu fahren. Die Yamaha ist das Motorrad, das keinen extrem athletischen Körper verlangt, um schnell zu sein“, analysiert Lorenzo im Gespräch mit ‚DAZN‘.

„Sie ist das einzige Motorrad, bei dem das so ist. Man muss ein perfekter Athlet sein, um die Honda und die Ducati zu pilotieren und das Tempo in den Rennen zu halten“, vergleicht Lorenzo, der beim Wintertest in Sepang (Malaysia) bestätigte, dass sich der Charakter der Yamaha M1 im Vergleich zu Ende 2016 nicht verändert hat.

Als Testfahrer arbeitet Lorenzo bei Yamaha eng mit den Werkspiloten Valentino Rossi und Maverick Vinales zusammen. Aber auch die Petronas-Piloten Fabio Quartararo und Franco Morbidelli behält der Spanier im Blick. Lorenzo gilt als extrem feinfühliger Fahrer, bei dem kleine Ergonomie-Änderungen große Wirkungen haben können.

„Valentino ist auch sehr feinfühlig. Bei ihm ist es vielleicht nicht so extrem wie bei mir, aber auch er ist sehr sensibel“, vergleicht Lorenzo. „Wenn ich mir Quartararo anschaue, dann stelle ich fest, dass er eher so ist wie ich. Auf jeden Fall sind wir vier sehr unterschiedliche Fahrer, wenn es um den Fahrstil, die Psyche, die Herangehensweise und die Denkweise geht.“

Text von Sebastian Fränzschky

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