Luca Marini - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Luca Marini ist der größte der sechs Ducati-Fahrer im Feld

(Motorsport-Total.com) – Luca Marini steht in der MotoGP-Saison 2021 deutlich im Schatten der anderen beiden Rookies Jorge Martin und Enea Bastianini.

Alle drei fahren Ducati, wobei Martin eine aktuelle Desmosedici zur Verfügung hat. Marini und Bastianini steuern im Esponsorama-Team eine Ducati Jahrgang 2019.

Martin hat in Spielberg 1 seinen ersten Sieg gefeiert und Bastianini stand in Misano 1 als Dritter auf dem Podest. Das beste Ergebnis von Marini war ein fünfter Platz beim Regen-Finish in Spielberg 2. Ansonsten fuhr er unter normalen Bedingungen nie in die Top 10.

Die Konstanz des Italieners ist gegeben, denn er beendete alle 15 Rennen. Allerdings sah Marini sechsmal die Zielflagge außerhalb der WM-Punkteränge. Zuletzt in Austin sammelte der 24-Jährige wieder zwei Zähler.

„Das Rennen war ähnlich wie alle anderen in diesem Jahr“, schildert Marini. „Für mich ist es sehr schwierig, hinter anderen Fahrern zu bleiben. Der Druck und die Temperatur im Vorderreifen steigt sehr stark. Dadurch wird das Motorrad sehr schwierig zu fahren.“

„Man ist in fast jeder Kurve in Sturzgefahr. Auch in der Bremsphase ist es nicht einfach.“ Aber das ist nicht das Hauptproblem des noch amtierenden Moto2-Vizeweltmeisters. Mit 184 Zentimetern ist Marini der größte aller sechs Ducati-Fahrer im Feld.

Marini muss für 2022 sein Training umstellen
„Dazu kommt meine körperliche Verfassung, weil ich nicht genug Kraft habe, um das ganze Rennen am Limit zu fahren und so wie im Qualifying zu attackieren“, gibt er offen zu, dass seine Fitness nicht ausreicht. „Das war das ganze Jahr das Problem.“

„Das Potenzial des Motorrads ist besser. In Austin hätte ich um eine halbe Sekunde pro Runde schneller fahren können. Körperlich ist das für mich nicht möglich. Ich habe in dieser Saison mit meinem Fitnesstrainer Fehler gemacht, weil ich nicht 40 Minuten mit 100 Prozent fahren kann.“

„Es ist klar, dass Enea in diesem Bereich den Unterschied macht. Er kann jede Runde zu 100 Prozent attackieren. Seine Pace ist gut und konstant. Meiner Meinung nach ist er stark genug. Also muss ich daran arbeiten. Ich muss mein Training für das nächste Jahr umstellen.“

Die zwei freien Wochenenden Pause zwischen den Rennen in Austin und Misano 2 will Marini deshalb dazu nutzen, sein Trainingsprogramm zu analysieren. Es geht darum, ein anderes Programm für den Winter aufzustellen, damit er im nächsten Jahr besser vorbereitet ist.

„Ich muss mit meinem Training und den anderen Fahrern von der Akademie sprechen. ‚Pecco‘ ist in diesem Bereich sehr glücklich. Wir trainieren gleich“, wundert sich Marini. „Also brauche ich ein spezielles Training für mich. Wir müssen eine Lösung finden.“

Die Ergonomie ist auch ein entscheidender Aspekt. Zum Beispiel tüftelte Jorge Lorenzo eineinhalb Jahre lang an der optimalen Sitzposition für die Ducati, damit er auch aus körperlicher Sicht das Optimum in einem Rennen herausholen konnte.

Auch Marini hat in den vergangenen Monaten daran gearbeitet: „Ich habe am Motorrad schon viel gemacht. Jetzt habe ich eine komfortable Sitzposition. Ich kann die Beine, den Tank und die Arme nutzen. Mit meiner Sitzposition bin ich mittlerweile zufrieden. Wir haben daran auch beim Misano-Test gearbeitet.“

Text von Gerald Dirnbeck

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