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© LAT – Marc Marquez weiß, dass die Honda RC213V kein einfach zu lernendes Motorrad ist

(Motorsport-Total.com) – MotoGP-Champion Marc Marquez hat sich nach dem Sensations-Deal von Bruder Alex Marquez zur neuen Situation in der Honda-Box geäußert.

Die Verpflichtung des Moto2-Weltmeisters entstand aus der Not, denn Jorge Lorenzo überraschte HRC mit seinem Rücktritt. Im Rahmen des Saisonfinales fanden die Verhandlungen statt, aus denen sich Marc Marquez heraushielt.

„Ich freue mich für ihn und bin stolz. Aber er wird ein weiterer Gegner für mich sein“, stellt Marc Marquez im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ klar. „Es wird nicht einfach. Viele Fahrer haben Angst davor, in die HRC-Box zu wechseln, weil sie wissen, dass sie mit ihrem Teamkollegen verglichen werden.“

„Ich übte keinen Druck aus“, stellt Marc Marquez klar. „Ich übte weder auf Honda noch auf meinen Bruder Druck aus. Er musste sich entscheiden. Er wollte es machen und ich respektiere das. Doch der Druck wird da sein, weil es Vergleiche mit dem Teamkollegen geben wird.“

„Ich hoffe, dass er den Druck meistern kann. Er wird sehr viel Druck haben. Er muss sich bewusst werden, dass es seine erste Saison ist“, versucht Marc Marquez seinen jüngeren Bruder zu beruhigen. Doch der Weltmeister weiß: „Die Honda ist für einen Rookie das schwierigste Motorrad.“

„Eine Suzuki oder Yamaha ist einfacher, weil sich der Motor anders verhält“, bemerkt Marc Marquez. „Ich werde versuchen, ihm ein paar Ratschläge zu geben. Doch beim Fahren ist man allein.“

Einige Experten befürchten, dass die Verpflichtung von Alex Marquez eine Ablenkung für MotoGP-Champion Marc Marquez sein könnte. „Mein Ziel bleibt unverändert. Ich möchte versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen. Dafür muss ich mich voll auf meine Seite der Box konzentrieren“, kommentiert die Startnummer 93.

„Einerseits ist es ein Traum für unsere Familie. Doch ehrlich gesagt hätte ich meinen Bruder lieber in einem anderen Team gesehen“, gesteht Marquez. „Sie haben mich gefragt, ob es okay für mich ist. Ich habe gemeint, dass es kein Problem ist. Ich würde nicht verhindern wollen, dass mein Bruder hier fährt.“

Text von Sebastian Fränzschky

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