© Ducati - Valentino Rossi und Ducati: Die "Traumehe" funktioniert nicht richtig

Das Alu-Chassis hatte in Aragon nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Valentino Rossi meinte im Anschluss an das Rennen, dass Ducati keine großen Fortschritte mit dem Chassis gelungen sind, das von FTR gebaut wurde. Es handelt sich dabei um ein Ducati-Design und wurde nach den Plänen aus Bologna extern von FTR angefertigt. Das Gefühl für das Vorderrad war zwar etwas besser, doch noch weit vom Idealzustand entfernt. Beim nächsten Rennen will der neunfache Weltmeister erneut an seiner Sitzposition arbeiten.

Bereits in Brünn – damals noch mit dem Kohlesfaserchassis der GP11.1 – konnten in diesem Bereich Fortschritte erzielt werden. „Unser großer Gegner ist die Zeit. Aus diesem Grund versuchen wir die Probleme in kurzer Zeit zu lösen, aber das ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg. Es ist sicherlich schwierig. Wir brauchen nämlich etwas, das mehr Zeit in Anspruch nimmt“, sagt Rossi.

„Wir verlieren in einigen Bereichen, was sehr merkwürdig ist. Im Vergleich zu Stoner sind wir mit dem gleichen Motorrad auf den Geraden viel langsamer. Wir müssen das verstehen. Vielleicht ist die aktuelle Sitzposition eher für kleinere Fahrer geeignet und nicht für große wie mich. Wir müssen über diesen Punkt nachdenken und etwas modifizieren.“ Stoner misst 171 Zentimeter bei 58 Kilo Körpergewicht. Rossi ist mit 182 Zentimetern deutlich größer und mit 67 Kilo auch schwerer.

„Ich fühle mich auf dem Motorrad nicht wohl“, setzt der Italiener fort, „Wir denken darüber nach, die Gewichtsverteilung zu ändern, aber auch meine Position auf dem Motorrad. Wenn man mich im Fernsehen beobachtet, dann kann man sehen, dass ich nicht so fahre wie in der Vergangenheit. Ich bin nicht in der gleichen Position auf dem Motorrad. Das ist von allen Seiten klar. Wir arbeiten also in verschiedenen Richtungen und finden hoffentlich den richtigen Weg.“

Ducati arbeitet fieberhaft, um aus dem Desaster herauszukommen. Noch diese Woche finden Testfahrten mit einem Deltabox-Aluminiumrahmen statt, wie ihn die japanischen Hersteller verwenden. Ab Mittwoch werden in Jerez Runden gedreht. Rossi wird nur am Freitag testen.

Text von Gerald Dirnbeck

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