Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Dass sich Marc Marquez bei dem Sturz nichts brach, grenzt an ein Wunder

(Motorsport-Total.com) – „Es war ein wirklich schwerer Sturz, vielleicht einer der schwersten, die ich je hatte.“

So sprach Marc Marquez selbst über seinen Highsider im Warm-up von Indonesien, bei dem er hoch in die Luft schleuderte und heftig zu Boden fiel. Das hatte eine Gehirnerschütterung zur Folge, die ihn rennuntauglich machte.

Es war einer von insgesamt elf Stürzen, die sich in der MotoGP am letzten Rennwochenende ereigneten. Und es war der mit Abstand schlimmste. Aleix Espargaro befand sich zum Zeitpunkt des Sturzes nur unweit hinter Marquez auf der Strecke und war schockiert.

„Ich war zwei Sekunden hinter ihm und sah ihn fliegen. Ich habe mich wirklich erschrocken und das Gas zugedreht, weil ich ihn wie eine Puppe am Boden liegen sah. Als ich in die Box zurückkam, sagte ich zu meinen Jungs, dass ich so einen Crash noch nie gesehen habe“, berichtete der Spanier nach dem Rennen bei ‚DAZN‘.

Aleix Espargaro ließ Hinterradbremse anpassen
Mit 32 Jahren und in seiner zwölften MotoGP-Saison ist er einer der erfahrensten Fahrer im Feld. Ein Umstand, der es ihm ermöglicht, bestimmte Situationen zu antizipieren. So hatte Espargaro am Samstag an der gleichen Stelle wie Marquez (Kurve 7) selbst zwei Schrecksekunden und bat seine Techniker um eine Modifikation am Motorrad, um die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes zu minimieren.

„Am Samstag hatte ich gleich zwei sehr große Schreckmomente. Und deshalb habe ich beschlossen, mit der Einstellung der Hinterradbremse zu spielen, sodass sie, wenn ich meinen Fuß darauf setze, praktisch nicht reagiert. Als ich Marcs Unfall gesehen habe, habe ich mich daran erinnert“, verrät der Aprilia-Pilot.

Auch andere Fahrer erzählten, dass sie sich im Laufe des Wochenendes immer wieder in Sturzgefahr befanden und einen ähnlichen Highsider wie den von Marquez fürchteten. „Es ist mir einige Mal ähnlich gegangen: Ich hatte das Gefühl, dass ich am Kurveneingang via Highsider stürze“, sagt etwa Takaaki Nakagami.

Auch Mir wäre einige Mal fast genauso gestürzt
Wie alle Honda-Fahrer kämpfte auch er damit, den Hinterreifen von Michelin – mit einer steiferen Karkasse als beim Test – ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. „Uns fehlte einfach der Grip am Hinterrad, vor allem in Schräglage. Ich hatte Glück, dass ich nicht gestürzt bin, aber ich hatte einige riskante Momente“, so der Japaner.

„Mir tut es leid für Marc. Ich hoffe, er ist okay. Wir versuchen, jetzt nach vorn zu blicken. An diesem Wochenende hatten wir einen komplett anderen Reifen, der uns unerwartet Probleme bereitete. Ich hoffe, wir kommen in Argentinien wieder besser zurecht.“

Ähnlich wie Honda haderte auch Suzuki mit dem Hinterreifen. Joan Mir erklärt in Bezug auf Marquez‘ Sturz: „Während des kompletten Wochenendes hatte ich ähnliche Probleme eingangs dieser Kurve, aber nicht nur dort. Ich wäre so ähnlich auch einige Male fast gestürzt. Das war eines meiner größten Probleme. Leider hatte er dann diesen Highsider. Ich hoffe, dass er bald wieder zurück ist.“

Text von Juliane Ziegengeist

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