Andrea Dovizioso - Andrea Dovizioso - © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso ist mit der
grundlegenden Arbeit von Ducati zufrieden

„Ich fühle mich gut und ich fühle mich schnell“, sagt Andrea Dovizioso am Ende des dreitägigen Wintertests in Thailand.

Wie konkurrenzfähig der Vizeweltmeister ist, das will er nicht einschätzen: „Ich weiß nicht, ob ich besser als die Konkurrenz bin oder in welcher Position ich bin. In diesem Moment ist es mir egal, weil das jetzt noch nicht der springende Punkt ist.“

Dovizioso konzentrierte sich auf der neuen Chang-Strecke auf die Arbeit mit Set-up, Verkleidungen, Chassis und Reifen. Seine Zeiten waren überzeugend, obwohl Honda einen Tick besser unterwegs war.

Auf Doviziosos-Seite der Ducati-Box sieht man die Situation entspannt. Man fokussiert sich auf die Hausaufgaben. „Andrea ist zuversichtlich“, betont Teammanager Davide Tardozzi bei ‚MotoGP.com‘. „Er arbeitet viel an der Rennpace und nicht so sehr an der Zeitattacke. Heute hat er es gemacht, aber er hat nicht alle Sektoren zusammengebracht.“ Seine schnellste Runde am Sonntag fuhr Dovizioso mit dem weichen Hinterreifen. „Er ist mit der Arbeit zufrieden. Das neue Chassis funktioniert gut. In Katar werden wir eine Entscheidung treffen“, so Tardozzi.

Das neue Chassis stand am Sonntag ganz oben auf Doviziosos Agenda. Er sagt dazu: „Es fühlte sich anders an als gestern und es war positiv. Ich bin die Rundenzeit mit dem neuen Chassis gefahren. Es ist nicht komplett anders. Es gibt positive und negative Aspekte, aber insgesamt fühle ich mich gut. Wenn man etwas Neues ausprobiert, ist es nicht leicht, sofort einen Unterschied festzustellen. Man muss es Tag für Tag probieren, auch auf einer anderen Strecke, um die Eindrücke zu bestätigen und eine Entscheidung zu treffen.“

Rundenzeiten sind noch nicht wichtig
„Heute haben wir mehr als gestern verstanden und ich fühle mich gut. Wir müssen aber Katar abwarten. Sepang und Buriram sind, meiner Meinung nach, nicht die besten Strecken, um eine Entscheidung zu treffen. Ich konnte heute nicht meine besten Sektorzeiten in einer Runde fahren. Es ist aber nicht wichtig, ob man 29.9 oder 30.1 fährt. Das macht für die Saison oder mein Gefühl keinen Unterschied. Ich bin mit meinem Gefühl für das Bike und mit meiner Pace sehr zufrieden. Es ist hier aber unmöglich detailliert zu verstehen, wer eine gute Pace hat.“

Da die beim Test verwendeten Reifen höchstwahrscheinlich nicht bei diesem Grand Prix zum Einsatz kommen werden, ist eine Einschätzung des Renntempos spekulativ. Nun werden die Daten zum Chassis und zu den verschiedenen Aero-Verkleidungen analysiert und für Katar ausgewertet. Dort wird Dovizioso die Teile erneut testen. „Das ist sehr wichtig“, betont er. „Diese Strecke ist seltsam, aber auch Katar. Katar ist aber eine ganz andere Strecke.“ Dort will man nach dem ersten Testtag das Chassis und die Verkleidung festlegen und sich anschließend auf das Set-up konzentrieren.

Und wo ist das neue Chassis etwas besser? „Es fühlt sich etwas besser an, wie ich den Lenker verwenden kann. Ich fühle mich anders. Es sind Kleinigkeiten. Mit einem Chassis kann man so etwas finden. Es ist aber keine große Sache“, meint Dovizioso. Auf die alte GP17 wird er nicht mehr zurückgreifen. „Es gibt keinen großen Unterschied. In Malaysia war es klar. Deshalb gibt es für mich keinen Grund, noch einmal Vergleiche durchzuführen.“ Teamkollege Lorenzo probierte am letzten Testtag noch einmal das alte Bike aus.

Hat Ducati die Wünsche der Fahrer über den Winter technisch umsetzen können? „Ich glaube nicht, dass für uns Fahrer das perfekte Motorrad existiert. Wir wollen immer mehr“, lacht Dovizioso. „Wir haben das Bike vom Vorjahr verbessert, was sehr schwierig ist und ich nicht erwartet habe. Ich bin happy mit der Arbeit von Ducati, aber es ist nicht genug. Wir brauchen noch mehr, um relaxt zu sein und zu wissen, dass wir bei jedem Rennen vorne mitkämpfen können.“

Testzeiten aus Thailand (Sonntag):

01. Dani Pedrosa (Honda) – 1:29.781 Minuten (78 Runden)
02. Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) +0,086 Sekunden (47)
03. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,283 (81)
04. Marc Marquez (Honda) +0,362 (96)
05. Alex Rins (Suzuki) +0,397 (66)
06. Jack Miller (Pramac-Ducati) +0,409 (50)
07. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,411 (58)
08. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +0,675 (78)
09. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +0,695 (52)
10. Valentino Rossi (Yamaha) +0,730 (70)
11. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +0,792 (43)
12. Maverick Vinales (Yamaha) +0,809 (69)
13. Franco Morbidelli (Marc-VDS-Honda) +0,867 (71)
14. Aleix Espargaro (Aprilia) +0,920 (65)
15. Andrea Iannone (Suzuki) +0,937 (78)
16. Bradley Smith (KTM) +1,140 (71)
17. Mika Kallio (KTM) +1,388 (84)
18. Scott Redding (Aprilia) +1,530 (63)
19. Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) +1,530 (81)
20. Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Team) +1,705 (37)
21. Hafizh Syahrin (Tech-3-Yamaha) +1,756 (47)
22. Jorge Lorenzo (Ducati) +1,846 (68)
23. Xavier Simeon (Avintia-Ducati) +2,238 (51)
24. Karel Abraham (Angel-Nieto-Team) +2,243 (38)

Text von Gerald Dirnbeck & Oriol Puigdemont

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