Marc Marquez und Dani Pedrosa - © Repsol

© Repsol – Marc Marquez und Dani Pedrosa
fehlte am Donnerstag eine halbe Sekunde

Nachdem Honda den Thailand-Test dominiert hat, war das Trio mit den Werksmaschinen am ersten MotoGP-Testtag in Katar nur die vierte Kraft hinter Yamaha, Ducati und Suzuki.

Der Rückstand hielt sich aber in Grenzen. Cal Crutchlow, Marc Marquez und Dani Pedrosa landeten auf den Plätzen neun, zehn und elf. Ihnen fehlte rund eine halbe Sekunde auf die Spitze. Kein Grund, um den Weltmeister zu beunruhigen. Marquez weiß, dass Honda an Details arbeitet und prinzipiell gut aufgestellt ist.

„Wir müssen uns immer noch verbessern und versuchen, neue Dinge zu finden“, hält Marquez fest. „Malaysia und Thailand waren speziell. Hier ist es komplett anders, denn es ist ein Kurs, auf dem wir für gewöhnlich Mühe haben. Aber ich fühle mich nicht so schlecht. Wir hatten ein paar Schwächen, konnten ein paar Punkte heute aber verbessern. Morgen machen wir mit diesem Plan weiter und versuchen, konkurrenzfähig zu sein. Wir müssen versuchen, auf jeder Strecke konstant zu sein.“

Nach dem heißen und schwülen Test in Malaysia und dem heißen Thailand herrschen auch in Katar hohe Temperaturen. Gegen Mittag bei Testbeginn wurden fast 40 Grad Lufttemperatur gemessen. Am Abend wurde es kühler. Vor wenigen Tagen war Marquez noch in seiner spanischen Heimat Cervera, wo es geschneit hat. „Thailand und Malaysia sind viel schlimmer“, sagt er über den Temperaturunterschied zu Europa. „Hier kann man fahren und es ist körperlich nicht so anstrengend.“

Augenmerk liegt auf Motorcharakteristik und Elektronik

Aus technischer Sicht ist es wichtig, auf drei komplett unterschiedlichen Strecken zu testen. „Es geht um die Motorcharakteristik“, so Marquez weiter. „Hier ist das wahrscheinlich entscheidender als auf den anderen beiden Strecken. Wir müssen arbeiten und einen Weg finden, sanfter und konstanter zu sein. Hier scheinen alle Yamaha-Fahrer stark zu sein, aber es war erst der erste Tag. Wir müssen noch das Set-up finden. Heute arbeiteten wir an der Elektronik und an der Basisabstimmung. Morgen werden wir uns in Details vertiefen.“

Auffallend war, dass der Weltmeister „nur“ 47 Runden drehte. Einige Fahrer kamen auf mehr als 60 Umläufe. „Am ersten Tag muss man immer die Strecke verstehen, wie man sich verbessern kann. Man checkt das Set-up und die Reifen. Ich bin immer mit dem harten Vorderreifen gefahren. Wir haben nicht viele Reifen, wenn wir morgen und übermorgen noch viel arbeiten wollen. Heute ging es nur darum, den Rhythmus zu finden. Morgen werden wir uns um Details kümmern und mehr mit den Reifen arbeiten.“ Restlos zufrieden war Marquez am Donnerstag nicht mit dem Gefühl für seine Reifen.

„Wir legten heute das Augenmerk mehr auf den Motor, denn wir müssen verstehen, wie man ihn fahren muss. Tagsüber war es nicht so schlecht, aber als es am Abend kühler wurde, war der Motor aggressiver. Dann haben wir etwas gefunden, das uns hilft, aber ich bin noch nicht hundertprozentig zufrieden“, so Marquez. Bemerkenswert war, dass einmal Crutchlow, Marquez und Pedrosa zwei schnelle Runden hintereinander fuhren. „Es ist gut, wenn man hinter den anderen Hondas unsere Schwächen versteht“ sagt der Spanier dazu. „Aber es war Zufall, dass wir hintereinander waren.“

Dani Pedrosa stürzt zweimal
Repsol-Teamkollege Pedrosa hatte mit zwei Stürzen einen aufregenden Tag. „Der Start war okay. Zu Beginn war die Strecke noch nicht sauber, aber die Pace war okay. Dann bin ich gestürzt, was wahrscheinlich mein Fehler war. Einige Runs später hatte ich in Kurve 2 einen weiteren Crash, der dort typisch ist. Vielleicht habe ich eine Bodenwelle getroffen, war etwas neben der Linie, oder es war nichts. Leider war dieser Sturz heftiger und wir mussten aufhören. Morgen müssen wir die Reifen verstehen, wenn die Temperaturen am Abend sinken. Dazu müssen wir ein Set-up finden, bevor wir Dinge testen.“

Auf dem Losail-Circuit läuft es für Honda noch nicht ganz nach Wunsch. Trotzdem glaubt Marquez, dass man besser als in den vergangenen beiden Jahren aufgestellt ist: „Im Vorjahr hatten wir hier größere Mühe. Das ist vermutlich eine der schwierigsten Strecken für uns. Im Vorjahr war ich hinten und hatte viele Probleme. Heute fühlte ich mich besser. Wir werden sehen, wie wir uns steigern können, denn die anderen Teams werden sich sicher noch verbessern. Aber wir haben eine Balance beim Motorrad und ich habe das Gefühl, dass alles besser aussieht.“

Text von Gerald Dirnbeck & Oriol Puigdemont

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