Andrea Dovizioso - © Michelin

© Michelin – Vize-Weltmeister Andrea
Dovizioso ist mit seiner Ducati „zufrieden“

Die Ducati-Raketen und der Losail-Kurs in Doha passen gut zusammen. Seit einigen Jahren sind die Maschinen dort konkurrenzfähig.

Gewinnen konnten die Italiener dort zwar seit 2009 nicht, doch Andrea Dovizioso wurde in den vergangenen drei Jahren jeweils Zweiter und oft nur knapp geschlagen. Auch für Jorge Lorenzo ist es eine Strecke, die zu seinem Fahrstil passt, wie drei Siege mit Yamaha zeigten. Deswegen mischten beide Ducati-Fahrer am ersten Tag des letzten MotoGP-Wintertests im Spitzenfeld mit.

Dovizioso verpasste die Bestzeit nur um 0,051 Sekunden. Lorenzo landete mit 0,3 Sekunden Rückstand auf Platz fünf. „Ich bin zufrieden und habe ein besseres Gefühl als im Vorjahr“, sagt „Desmo Dovi“ relaxt in die Mikrofone der Journalisten. „Wir haben das Motorrad im Vergleich zum vergangenen Jahr schon etwas verbessert. Wir arbeiten noch mit dem neuen Chassis und der neuen Verkleidung. Ich bin happy.“ Noch muss Ducati festlegen, mit welcher Verkleidung man die Saison beginnen will.

Vor allem betont Dovizioso, dass er problemlos schnell fahren konnte: „Die Rundenzeiten gelangen auch einfach, was positiv ist. Man kann momentan nur darauf schauen, denn die nächsten beiden Tage werden für alle Teams sehr wichtig. Wir müssen noch die Basis für das erste Rennen festlegen. Mit der heutigen Arbeit bin ich zufrieden, wir haben wieder die Verkleidungen verglichen. Ich fühle mich mit dem Motorrad sehr wohl. Es ist aber schwierig, die Basis der Konkurrenz einzuschätzen. Deshalb müssen wir auf das Rennwochenende warten.“

Jorge Lorenzo schnell, aber …
Bei Lorenzo lief es deutlich besser als zuletzt beim Thailand-Test. Trotzdem gibt es beim Spanier noch viele Fragezeichen. „Das Motorrad hat meiner Meinung nach Potenzial. Wir müssen verstehen, wie wir das Potenzial perfekt nutzen können. Bisher haben wir es nicht geschafft“, gibt Lorenzo unumwunden zu. In Thailand machte er am letzten Tag Vergleichstests mit dem alten und dem neuen 2018er-Bike. Anschließend meinte Lorenzo, dass er sich einen Mix aus beiden Motorrädern wünschen würde.

„Ja, wir haben hier Chassis, mit denen wir testen können, ob wir damit die Performance von 2017 simulieren können. Es hat aber nicht funktioniert“, sagt der dreimalige MotoGP-Weltmeister nach Tag eins in Katar. „Also konzentrieren wir uns momentan auf das neue Bike. Ich denke, ich habe noch Spielraum, um das Motorrad zu verbessern.“ Dass seine Rundenzeiten in Katar dennoch konkurrenzfähig sind, ist eine Kombination aus Strecke, Reifen und Temperaturen.

„Ich konnte zu Beginn sehr schnell sein, mit einer guten Pace bis zur letzten Stunde“, so Lorenzo. Aber dann gab es am Abend unter Flutlicht Schwierigkeiten. „Als die Streckentemperatur sank und die Luftfeuchtigkeit stieg, hatte ich nicht mehr das gleiche Gefühl. Wir müssen den Grund dafür verstehen. Also wechselten wir die Reifen, aber alles änderte sich, das gesamte Gefühl. Aber bis zur letzten Stunde war ich sehr konkurrenzfähig. Ich habe das Klassement auch für einige Stunden angeführt. Ich fühle mich jetzt viel besser.“

Trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten am Abend bleibt festzuhalten, dass der Test länger läuft als das Rennen, weil die Startzeit vorgezogen ist. Die Streckenbedingungen werden deshalb beim Grand Prix anders sein als in den vergangenen Jahren. Vorteil Ducati, wenn früher gefahren wird? „Ich war mehr oder weniger den ganzen Tag in den Top 3, Top 5“, hält Lorenzo fest. „Ich habe zwei Stunden das Klassement angeführt, aber bei niedriger Temperatur hatten wir im Vergleich zu den anderen Fahrern mehr Probleme. Wir müssen das verstehen. Außerdem würde ich noch gerne das Gefühl für den Vorderreifen verbessern.“

Text von Gerald Dirnbeck & Oriol Puigdemont

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