Marcel Schrötter - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Marcel Schrötter wünscht sich für 2022 vor allem bessere Qualifyings

(Motorsport-Total.com) – Die Moto2-Saison 2021 ging für Marcel Schrötter mit einem neunten Platz zu Ende.

Beim Saisonfinale in Valencia kam Schrötter mit 7,9 Sekunden Rückstand ins Ziel. In der WM-Wertung landete der Deutsche auf Position zehn.

„Diese Saison mit einem einstelligen Ergebnis abzuschließen, war meine Zielsetzung für Valencia. Das habe ich erreicht und bin froh, damit in die Winterpause gehen zu können“, kommentiert Schrötter. „Restlos zufrieden bin ich aber nicht, es hätte ein bisschen besser kommen können.“

Der Abbruch des Rennens spielte Schrötter nicht in die Karten. „Ich habe schnell gemerkt, dass es mir nicht so einfach von der Hand geht und habe auch zu lange gebraucht, um an Tom Lüthi vorbeizukommen. Ich habe mich nicht so stark gefühlt im Rennen und hatte Mühe, sauber zu fahren. Als ich an Tom vorbei war, konnte ich einigermaßen Rundenzeiten fahren, die aber lange nicht so gut waren, wie ich eigentlich wollte“, berichtet Schrötter.

„In den letzten Runden habe ich es dennoch versucht, an Jorge Navarro heranzukommen und eine Attacke zu starten. Aber dabei ist mir ein Fehler passiert“, bedauert der Intact-Pilot. „Es war nicht unbedingt ein gutes Rennen, von dem was möglich gewesen wäre. Deswegen bin ich ein wenig enttäuscht.“

„Zumindest können wir mit einem einstelligen Ergebnis in die Winterpause gehen, wie wir uns es vorgenommen haben. Aber ich denke aufgrund der Tatsache, was wir im Qualifying und auch am Sonntagmorgen gezeigt haben, wäre bestimmt ein schönes Top-6-Resultat in Reichweite gewesen“, grübelt Schrötter.

Marcel Schrötter will 2022 zu alter Stärke finden
„Trotzdem war es allemal ein solider Saisonabschluss. Wir haben uns gesteigert und an den letzten zwei Rennwochenenden angestrebten Aufwärtstrend geschafft. Aber wir müssen im Winter unsere Hausaufgaben machen, damit wir nächstes Jahr von Anfang an unsere gewohnte Form und Stärke ausspielen können. Das ist uns dieses Jahr leider nur manchmal gelungen“, erkennt Schrötter.

„Wir müssen wieder zu einem Level aufschließen, mit dem wir regelmäßig unter den ersten fünf oder sechs landen können. Dann kann man auch in der Meisterschaft um eine ordentliche Endplatzierung kämpfen. Der zehnte Gesamtrang entspricht nicht meinen Vorstellungen“, stellt Schrötter klar und fügt hinzu: „Vor allem, wenn man nach der Sommerpause als Sechster in die zweite Saisonhälfte startet.“

„Ich muss aber dazusagen, dass wir dieses Jahr nicht zu den Schnellsten gehört haben, sondern wir haben viel von meiner Race-Pace gelebt und dabei gerade in der ersten Hälfte viele solide Rennergebnisse eingefahren. Und das teilweise von Startplätzen weit hinten aus der sechsten, siebten Reihe kommend. Das zeigt, Wie viel Potenzial vorhanden ist. Aber uns fehlt der pure Speed, um im Qualifying einen ordentlichen rauszuhauen“, erklärt der Moto2-Routinier.

„Die Rundenzeiten liegen so eng beieinander und wenn man von einer Position in den ersten zwei Reihen startet, dann ist die Chance sehr groß, dass man bis zum Ende ganz vorne mitfährt. Daran müssen wir hart arbeiten und uns verbessern. Mit Rang zehn in der Meisterschaft muss ich auf keinen Fall verstecken, aber es ist auch nicht das Endergebnis, wo ich hinwill“, bemerkt Schrötter. „Vor allem, wenn man schon einige Jahre in dieser Klasse ist. Es gibt also vieles aus dieser Saison zu lernen und zu analysieren, damit wir uns nächstes Jahr deutlich nach vorne verbessern.“

Abschied von Valentino Rossi und Tom Lüthi
„Mit dem heutigen Rennen ist eine lange und anstrengende Saison 2021 zu Ende gegangen. Dieser letzte Renntag des Jahres wird lange in Erinnerung bleiben, wenn nicht sogar unvergesslich. Abgesehen davon, dass mit Remy Gardner ein verdienter Moto2-Champion gekürt wurde, haben heute zwei Idole von mir ihre aktive Rennfahrerkarriere beendet. Neben Valentino Rossi ist auch Tom Lüthi sein letztes Rennen gefahren“, kommentiert Schrötter.

„Ich habe die Karriere von Tom schon verfolgt, als ich noch nationale Nachwuchsserien gefahren bin. Er war immer ein Fahrer, auf dem man geschaut hat, zumal er auch in der gleichen Serie begonnen hat wie ich. Als dann meine eigene WM-Karriere begonnen hat, war Tom mein Teamkollege im Interwetten-Team und dann zwei Jahre bei Intact noch einmal. Er war immer ein sehr angenehmer Partner in der Box“, erinnert sich Schrötter.

„Unsere gemeinsamen Jahre als Teamkollegen waren schön und sehr lehrreich für mich. Es war wirklich eine Ehre für mich, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich respektiere ihn sehr, er war Weltmeister und hat zweimal den Vize-Titel gewonnen. Ich wünsche ihm alles Gute für seine Zukunft und muss auch Danke sagen, weil ich viel von ihm lernen konnte“, so Schrötter.

„Ich denke, über Valentino braucht es gar nicht viel, was zu sagen gäbe. Ich will mich einfach nur dem ‚Grazie Vale‘ anschließen. Was er erreicht und für unseren Sport gemacht hat, verdient höchsten Respekt und Dankbarkeit. Auch ihm alles Gute und viel Glück für eine schöne Zukunft im Business und auch mit seiner Familie. Ich hoffe, dass er in irgendeiner Form noch sehr lange in diesem Paddock bleibt“, erklärt Schrötter.

Text von Sebastian Fränzschky

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