Pol Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Pol Espargaro findet: „Es ist ganz natürlich, dem zu folgen, was Marc sagt“

(Motorsport-Total.com) – Nach dem Strohfeuer in Silverstone, wo Pol Espargaro die Poleposition und mit Platz fünf sein bestes Saisonergebnis mit Honda einfuhr, fiel der Spanier beim Grand Prix von Aragon wieder auf sein vorheriges Leistungsniveau zurück.

Mit Rang 13 verpasste er sogar die Top 10 und heimste lediglich drei Punkte ein.

Honda-Teammanager Alberto Puig hielt in seiner Nachlese fest: „Es war nicht einfach für Pol. Ihm fehlten hier einige wichtige Dinge am Motorrad für seinen Fahrstil und er konnte nicht die Leistung bringen, die er in Silverstone gezeigt hat. (…) Es fehlt noch etwas in der Kombination aus ihm und dem Motorrad.“

Vor Misano auf diesen Satz angesprochen, kann Espargaro nur zustimmen. „Ich sehe das genauso wie er. Manchmal gibt es etwas, das einfach nicht zusammenpasst“, so der Spanier. „Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, lässt sich das leicht feststellen: Manchmal, wenn es heiß ist und die Temperaturen hoch sind, habe ich große Probleme auf dem Motorrad. Da sprechen die Ergebnisse eine eindeutige Sprache.“

Dass sich Honda bei der Weiterentwicklung der RC213V vor allem auf Marquez konzentriert, sei eine logische Konsequenz daraus, findet Espargaro. Zwar leidet der sechsfache MotoGP-Champion immer noch unter den Nachwirkungen seiner Verletzung, rangiert in der WM als Zehnter aber vor allen anderen Honda-Fahrern.

„Am Ende ist der schnellste Kerl Marc, also muss das Werk dem folgen, was Marc sagt. Das ist einfach und das Offensichtlichste, was die Fabrik tun muss – dem schnellsten Fahrer folgen“, hält Espargaro fest. „Die Fabrik kann nicht Kommentaren der langsameren Jungs im Team folgen, das wäre ein großes Problem.“

Vor wenigen Tagen hatte Puig in einem Interview mit den spanischen Kollegen von ‚Motorsport.com‘ klargestellt, dass Honda an seiner Philosophie festhalte und bei der Entwicklung auf Marquez höre: „Wir haben einen langen Vertrag mit ihm und werden alles tun, damit er ein Motorrad hat, das er verdient. Natürlich ist auch Pol sehr wichtig, aber Marcs Statistik spricht für sich selbst.“

Espargaro kann momentan nur hoffen, dass sich diese Arbeit am Ende für alle auszahlen wird. „Honda arbeitet für die Zukunft, für das nächstjährige Motorrad“, sagt der Spanier. „Ich weiß nicht, ob wir beim Test hier etwas Neues ausprobieren werden, etwas von der aktuellen Maschine oder vielleicht etwas für nächstes Jahr.“

„Ich habe keine Ahnung, aber ich weiß, dass sie hart arbeiten. Im Zuge der Corona-Beschränkungen gibt es viele Dinge auszuprobieren, vor allem in puncto Motor. Denn die Beschränkungen führten ja dazu, dass wir dieses Jahr keinen neuen Motor verwenden konnten. Wir müssen also abwarten“, bleibt Espargaro geduldig.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Lewis Duncan

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