Alberto Puig - © Repsol Media

© Repsol Media – Alberto Puig war in Le Mans seit dem Katar-Doppel erstmals wieder vor Ort

(Motorsport-Total.com) – Beim Grand Prix von Frankreich erlebte Pol Espargaro sein bestes MotoGP-Wochenende seit dem Wechsel von KTM zu Repsol-Honda.

Den Trainingsfreitag beendete der Spanier als Vierter, zog direkt in Q2 ein, qualifizierte sich als Achter und kam im Rennen schließlich auch auf dem achten Platz ins Ziel.

Ein Grund für die steigende Form war – neben der zunehmenden Erfahrung auf der RC123V – auch die Rückkehr von Teammanager Alberto Puig an die Strecke. Er war aus gesundheitlichen Gründen in Portimao und auch in Jerez nicht persönlich vor Ort.

Wie wichtig seine Anwesenheit aber ist, kann Espargaro gar nicht genug betonen. „Es liegt nicht daran, dass die Kommunikation zwischen mir und den japanischen Ingenieuren nicht stimmt. Natürlich ist es für mich schwieriger, meine Probleme einem Japaner zu erklären als Alberto“, räumt der Spanier ein.

Pol Espargaro: „Alberto versteht mich einfach“
„Es geht mehr um das Zwischenmenschliche. Für mich ist es wichtig, Alberto im Team zu haben. Er war selbst mal ein Fahrer und versteht unsere Gefühle genau. Die Techniker sehen sehr oft alles in Zahlen. Wenn ich mit Alberto spreche, wird alles menschlicher, wenn man so will. Wenn ich mich mit ihm austausche, habe ich das Gefühl, dass er meine Probleme auf einer anderen Ebene versteht.“

„Ich erkläre es ihm und er übersetzt es gewissermaßen an die japanische Crew, weil er das besser kann. Insofern ist seine Anwesenheit entscheidend für mich“, betont der Honda-Neuzugang und verrät: „Ich rede sehr viel mit Alberto, er versteht mich einfach und ich bin sehr offen gegenüber ihm. Das ist extrem wichtig.“

Auf die Unterschiede in der Kommunikation angesprochen, geht Espargaro ins Detail: „Die Techniker schauen sich die Daten an und sehen: Marc bremst später als du, Marc beschleunigt besser als du. Und genauso sagen sie dir das.“

Wegen Puig verlängerte Marc Marquez bei Honda
„Alberto liest die Daten anders, er versucht zu verstehen, warum Marc besser beschleunigt als ich. Er sagt: Pol, deine Linie ist nicht die richtige, vielleicht öffnest du das Gas etwas zu früh oder er richtet das Bike etwas früher auf. Er gibt mir Tipps und Hinweise, was ich mit der Honda anders machen muss. Das macht es für mich viel leichter, das Problem zu verstehen und mich zu verbessern.“

Auch Marc Marquez, der die ersten beiden Rennen seines MotoGP-Comebacks ohne den direkten Kontakt zu Puig absolvieren musste, begrüßt dessen Rückkehr. „Ich kann Pol da nur zustimmen“, sagt der achtfache Champion. „Alberto ist einer der Gründe, warum ich einen Vierjahresvertrag mit Honda unterzeichnet habe.“

„Er ist eine sehr wichtige Person in diesem Team und wenn er vor Ort sein kann, ist das für uns alle besser. Es wirkt sich vielleicht nicht direkt auf die Ergebnisse aus, aber in der Box ist alles etwas mehr unter Kontrolle. Er leitet die Meetings, er spricht mit uns Fahrern und den Ingenieuren immer sehr offen. Und das ist wichtig.“

Text von J. Ziegengeist, Co-Autoren: L. Duncan, G. Garcia Casanova

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