Valentino Rossi - © Michelin

© Michelin – Valentino Rossi will im Kampf um die WM-Spitze den Anschluss halten

Mit seinem Triumph beim Großen Preis der Niederlande am vergangenen Sonntag feierte Valentino Rossi nicht nur seinen ersten Saisonsieg und gewann in Assen zum insgesamt zehnten Mal.

Der Yamaha-Pilot kürte sich damit auch zum ältesten Sieger der MotoGP-Viertakt-Ära. Zudem war bisher kein Fahrer so lange so erfolgreich wie er: Die Zeitspanne von seinem ersten Sieg in Brünn 1996 bis zum 115. Sieg in Assen umfasst 20 Jahre und 313 Tage.

„Ich bin sehr glücklich, denn das Rennen in Assen war unglaublich. Wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen und einen Sieg einzufahren, war sehr wichtig für mich. Es fühlte sich fantastisch an und war natürlich auch für die Weltmeisterschaft wichtig“, analysiert Rossi seine Ausbeute von 25 Zählern, die ihn auf Platz drei in der WM-Tabelle katapultierten – nur sieben Punkte hinter dem Gesamtführenden Andrea Dovizioso (Ducati).

In Deutschland will der Italiener die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Viermal konnte er auf dem Sachsenring bereits ein MotoGP-Rennen gewinnen. Sein letzter Sieg datiert auf das Jahr 2009. Hinzu kommen fünf Podestplätze (drei zweite und zwei dritte Plätze). Im Vorjahr verlor er den Strategiepoker auf abtrocknender Strecke und kam als Achter ins Ziel. Eine Prognose will Rossi nach den bisherigen Aufs und Abs der Saison nicht anstellen.

Vinales: Das Ziel ist der Sieg und nicht nur ein Podium
„Ich weiß nicht, was wir erwarten können. Von einer Strecke zur nächsten kann sich alles ändern, deshalb müssen wir daran arbeiten, auf dieser Strecke die für uns beste Lösung zu finden“, erklärt der Yamaha-Star, der dank des neuen Chassis auf weitere Fortschritte hofft. „Ich mag den deutschen Grand Prix. Es ist ein außergewöhnlicher Kurs, der sich von dem in Assen unterscheidet. Es ist entscheidend, auch hier konkurrenzfähig zu sein.“

Das weiß auch Rossis Teamkollege Maverick Vinales, der in Assen stürzte und damit nicht nur viele Punkte liegen ließ, sondern auch die WM-Führung einbüßte. Dennoch blickt er positiv auf das Rennen in Deutschland: „Nach dem Sturz liegen wir nur vier Punkte hinter dem Führenden. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und versuchen, sie nicht zu wiederholen. Jetzt richten wir unseren Blick nach vorn und wollen wieder angreifen.“

Dabei gibt sich der ehrgeizige Spanier nur mit dem Besten zufrieden. „Unser Ziel ist es, zu gewinnen und nicht nur auf dem Podium zu stehen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, uns die WM-Spitze zurückzuholen“, betont Vinales. Es wäre der erste Sieg für ihn auf dem Sachsenring. Bisher stand der 22-Jährige zweimal auf dem Podest: 2011 wurde er in der 125er-Klasse Dritter, ebenso wie im Jahr 2013 in der Moto3.

Teammanager Massimo Meregalli traut den Yamaha-Fahrern in Deutschland viel zu: „Beide kämpfen um die WM-Führung und fühlten sich im letzten Rennen konkurrenzfähig. Wir werden unsere Arbeit an diesem Wochenende fortsetzen, um wieder ganz vorne dabei zu sein.“ Auf dem winkligen und langsamen Sachsenring werde es darauf ankommen, ein gutes Set-up zu finden, dass der Strecke und vor allem dem neuen Asphalt entspricht.

Text von Juliane Ziegengeist

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