Morbidelli und Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Ändert sich die Stimmung, wenn Morbidelli und Rossi Teamkollegen sind?

(Motorsport-Total.com) – Freundschaften unter Teamkollegen sind im Motorsport nur sehr selten realisierbar.

Der Teamkollege ist stets der erste Fahrer, den es zu schlagen gilt. Das wird auch im Petronas-Yamaha-Team der Fall sein, indem in der MotoGP-Saison 2021 zwei gute Freunde aufeinandertreffen.

Valentino Rossi wird Nachfolger von Fabio Quartararo und trifft damit auf VR46-Schützling Franco Morbidelli. Für die beiden Italiener steht viel auf dem Spiel. Rossi muss nach einer enttäuschenden Saison im Vorjahr zeigen, dass er nach wie vor in die MotoGP gehört. Morbidelli muss die Leistungen von 2020 bestätigen, wenn er Yamaha-intern den Aufstieg schaffen möchte.

MotoGP-Fahrermanager Carlo Pernat erkennt im Gespräch mit ‚GPOne‘ ein gewisses Konfliktpotenzial: „Es ist offensichtlich, dass ein Fahrer, der Anfang 20 ist, wie Franco, gewinnen will und es zu einem großen Durcheinander kommt, wenn ihm Rossi in den Weg kommt.“

„Doch ich denke nicht, dass das passieren wird. Er wird ihn auf der Strecke als Gegner ansehen. Doch es wird nicht einfach zu managen sein, weil es bei Valentino immer Spannungen gibt“, bemerkt Pernat und zeigt sich hoffnungsvoll: „Es wird alles von Valentinos Intelligenz abhängen. Und er ist intelligent.“

Das Petronas-Teamduell ist nicht das einzige Duell von zwei Italienern. Bei Avintia/Esponsorama-Ducati treffen mit Enea Bastianini und Luca Marini zwei jahrelange Rivalen aufeinander. „Es ist eine Fahrerpaarung, die Mitte Oktober im letzten Moment zustande kam. Es sind zwei starke Fahrer“, kommentiert Pernat und lobt Ducatis Herangehensweise: „Ducati konzentriert sich auf junge Fahrer, genau wie es bei KTM der Fall war.“

Nach Spanien ist Italien die am stärksten vertretene Nation in der MotoGP. Allein aus der VR46-Akademie haben es bereits drei Fahrer in die Königsklasse geschafft. Franco Morbidelli war der erste Rossi-Schützling, der in die MotoGP aufstieg. Es folgten Francesco Bagnaia und Luca Marini.

Text von Sebastian Fränzschky

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