Scott Redding - © Ducati

© Ducati – WSBK-Rookie Scott Redding strebt die Rückkehr in die MotoGP an

(Motorsport-Total.com) – Im Januar feierte Scott Redding seinen 27. Geburtstag. Noch ist der Brite jung genug, um in die MotoGP zurückzukehren.

Die Superbike-WM betrachtet Redding als Zwischenstation. Das Ziel ist klar: Redding will zurück in die Königsklasse.

„Mein Ziel ist es nicht, hier zu bleiben. Ich will Rennen gewinnen, Meister werden und dann vielleicht in die MotoGP zurückkehren, wenn sich die richtige Chance bietet“, erklärt Redding den Kollegen von ‚GPOne‘.

Von 2014 bis 2018 erlebte Redding fünf durchwachsene Jahre in der MotoGP. Meist fuhr der Brite mit unterlegenem Material. 2015 und 2016 schaffte es der ehemalige Moto2-Vize-Weltmeister je einmal aufs MotoGP-Podium.

„In der Superbike-WM ist es anders. Das sage ich, weil ich das Material habe, um gute Ergebnisse zu erreichen. Ich habe ein Sieger-Bike, was ich zuvor nicht hatte“, vergleicht Redding, der beim WSBK-Neustart zu den großen Favoriten gehört.

Um Weltmeister zu werden, muss er Rekord-Champion Jonathan Rea besiegen. „Es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Ich denke, dass man Rea besiegen kann. Um die Meisterschaft zu gewinnen, muss man konstant sein“, ist sich Redding bewusst.

Doch bei welchem Team oder Hersteller hätte Redding eine Chance, in die MotoGP zurückzukehren? Ducati verhandelt nach wie vor mit Andrea Dovizioso. Jack Miller steht als zweiter Fahrer für 2021 fest, hat aber nur einen Einjahres-Vertrag. Ermöglicht Ducati Redding das MotoGP-Comeback?

Redding stichelt in Richtung Dovizioso: „Ich rechnete damit, dass Dovizioso vor ein paar Jahren zurücktritt, nachdem er die Weltmeisterschaft in Valencia beim letzten Rennen verloren hatte. Das war seine Chance“, spielt er die Saison 2017 an. „Es ist schwierig für Dovi, zu akzeptieren, dass er Marc (Marquez) nicht bezwingen konnte.“

Jack Miller erinnert von der lockeren Art und Weise an Scott Redding. „Er gehört zu den Publikumslieblingen, weil er nett und lustig ist. Doch er muss erwachsen werden“, kommentiert Redding. „Das sage ich, weil es in der MotoGP einen schmalen Grat gibt zwischen dem, was akzeptiert wird und dem, was nicht akzeptiert wird. Man muss in diesem Bereich bleiben, um konzentriert zu sein.“

Text von Sebastian Fränzschky

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