Scott Redding und Michael van der Mark - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Scott Redding (links) und Michael van der Mark sind 2022 Teamkollegen

(Motorsport-Total.com) – Scott Redding fuhr beim Saisonfinale der Superbike-WM in Mandalika (Indonesien) sein vorerst letztes Rennen als Ducati-Pilot.

Ende 2019 wechselte der damalige BSB-Champion in die Superbike-WM und wollte Ducati zum ersten Titel seit 2011 verhelfen. Zwei Jahre später steht fest, dass Redding dieses Ziel nicht erreichen konnte. Nach dem Vizetitel im Vorjahr wurde er in der abgelaufenen Saison Gesamtdritter.

„Die Saison war unterm Strich gut. Ich habe einige Fehler gemacht, das Team auch. Das hat mich die Meisterschaft gekostet“, bilanziert der Brite. „Man braucht ein bisschen Glück, um die Meisterschaft zu gewinnen. Das hatte ich nicht.“

Beim finalen Rennen kämpfte Redding noch einmal um den Sieg. „Ich attackierte stark, weil ich noch einmal für sie gewinnen wollte. Das war mein Ziel. Ich probierte es und ich denke, dass sie erkannten, wie viel Leidenschaft und Herz ich reingesteckt habe. Ich habe im Vorjahr und in diesem Jahr gezeigt, dass ich nie aufgebe“, erklärt er.

Scott Redding wollte den Fans eine gute Show bieten
Lange war unklar, ob der zweite Lauf tatsächlich stattfinden kann. „Ich wollte, dass wir es versuchen. Die Fans hier in Indonesien warteten schon am Samstag und ich sagte mir, dass wir es versuchen müssen“, bemerkt Redding.

„Normalerweise wäre ich es ein bisschen konservativer angegangen. Doch dieses Mal wollte ich eine Show bieten“, schildert er. Nach einem harten Duell mit Ex-Champion Jonathan Rea musste sich Redding mit Platz zwei zufriedengeben.

Mandalika ist laut Scott Redding keine Ducati-Strecke
„In den Rennen hatte ich stärker zu kämpfen als in den Trainings. Das lag am nachlassenden Vorderreifen. Ich fühlte mich wohl auf dem Motorrad, doch dieser Kurs ist für die Ducati nicht perfekt. Er ist okay, aber in einigen Bereichen verloren wir Zeit. Im Regen war das nicht mehr der Fall. Die Elektronik hielt mich aber stark zurück, deshalb musste ich beim Bremsen attackieren“, berichtet der Brite.

Im kommenden Jahr startet Redding für BMW. „Mitte Dezember ist ein Test mit dem neuen Motorrad geplant“, verrät Redding. „Es ist wichtig für mich, die Ducati-Kombi in den Schrank zu hängen, in die neue Lederkombi zu schlüpfen und das neue Motorrad zu testen.“

„Ich will es verstehen und mir nicht in der Winterpause Gedanken machen, wie es sich wohl anfühlt. Ich will es in Ruhe testen und danach attackieren, um die Schwächen zu erkennen“, erklärt Redding. Und was sagt er zum neuen Teamkollegen?

„Van der Mark scheint okay zu sein. Auf der Strecke ist er ziemlich aggressiv, doch abseits der Strecke scheint er ein netter Kerl zu sein. Ich sprach bereits mit ihm“, kommentiert Redding.

Scott Redding will auch mit der BMW um Siege kämpfen
Beim Saisonfinale holte sich Toprak Razgatlioglu den Titel und entthronte Jonathan Rea. „Ich will ihm zuerst einmal gratulieren. Der Gewinn der Meisterschaft ist etwas richtig Beeindruckendes. Ich hatte das gleiche Ziel. Er fuhr gut und war in jedem Rennen stark und das bei beinahe allen Bedingungen“, lobt Redding.

„Yamaha hat gut gearbeitet, um das Paket für ihn zu verbessern. Und er hat abgeliefert. Es war nicht einfach, weil wir – ich, Toprak und Jonathan – uns viele harte Kämpfe leisteten. Wir kämpften in beinahe jedem Rennen. Er hat meinen Respekt“, bemerkt Redding und kündigt an: „Wir werden erneut kämpfen, mein Freund!“

Text von Sebastian Fränzschky

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