Brad Binder - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Brad Binder weiß, wie chaotisch es in der letzten Runde eines Moto3-Rennens zugeht

(Motorsport-Total.com) – Beim Grand Prix der Algarve in Portimao fiel die WM-Entscheidung in der Moto3.

Doch bereits vor dem Überqueren der Ziellinie war klar, dass Pedro Acosta der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Zu Beginn der letzten Runde schied WM-Rivale Dennis Foggia aus, nachdem er von Darryn Binder torpediert wurde. Daraufhin wurde Binder von seinen zukünftigen Rivalen in der MotoGP kritisiert. Doch was sagt Bruder Brad Binder zur Aktion?

„In der letzten Runde eines Moto3-Rennens kämpfen alle wie verrückt um die Positionen. Jeder will das Rennen gewinnen. Es ist sehr unglücklich gelaufen“, kommentiert Brad Binder. „Darryn hat in Kurve 3 etwas zu spät gebremst hat, wie es aussieht. Die anderen Fahrer hingegen haben etwas stärker gebremst. Dann sind sie kollidiert.“

„So etwas kann passieren“, bemerkt Brad Binder. „Die Folgen waren aber extrem, weil es um den Titel ging. Es war unglücklich gelaufen und für ihn ist es jetzt nicht einfach. Als Fahrer hassen wir diese Momente. Niemand will einen anderen Fahrer in Gefahr bringen.“

„Mental ist es hart für einen Fahrer“, erklärt der zweifache MotoGP-Laufsieger. „Niemand von uns will bei etwas so wichtigem wie einer WM-Entscheidung involviert sein. Doch manchmal passieren solche Dinge. Man muss sich die Ausgangslage vor Augen führen. Unterm Strich ging es in der letzten Runde eines Moto3-Rennens um den Sieg. Leider lief es nicht nach Plan und die Folgen waren riesig.“

Brad Binder weiß, wie es ist, nach einem Zwischenfall derjenige zu sein, der die Rolle des Schuldigen inne hat. „Ich habe in meiner Karriere auch schon andere Fahrer zu Sturz gebracht, obwohl ich das nicht wollte. Das würde ich sofort rückgängig machen, wenn ich könnte. Es ist aber ein Teil des Motorsports“, bemerkt der Südafrikaner.

Was Andrea Dovizioso zur Aktion seines zukünftigen Teamkollegen sagt
Und wie bewertet Andrea Dovizioso, Darryn Binders zukünftiger Teamkollege in der MotoGP, das Manöver? „Es ist nicht schön, was wir da im Rennen sahen, weil einige Fahrer um die Meisterschaft kämpften. Es ist normal, aggressiv zu sein. Und in der Moto3 muss man aggressiv fahren, um sich in die richtige Position zu bringen. Doch was er tat, war nicht richtig. Und das ist nicht gut“, kommentiert „Dovi“.

„Man muss sich clever verhalten. Es ist aber immer schwierig, weil alle am Limit fahren. Wenn man fünf Meter später bremst, dann kann so etwas vorkommen. Es wäre besser gewesen, etwas ruhiger zu bleiben, vor allem weil andere Fahrer um die Meisterschaft kämpfen“, erklärt Dovizioso.

Und welche Meinung hat Dovizioso zu Darryn Binders Aufstieg aus der Moto3 in die MotoGP? „Der Aufstieg in die MotoGP irritiert einige Leute, doch es war die Entscheidung des Teams. Ich denke, dass er einige gute Fähigkeiten hat“, bemerkt der mehrfache Vize-Champion.

„Ich weiß aber nicht, ob es in der MotoGP aufgeht“, grübelt Dovizioso. „Manchmal stellt man sich etwas vor und am Ende kommt es ganz anders. Die Entscheidung wurde aber getroffen. Wir müssen abwarten, wie er in der MotoGP zurechtkommt.“

Text von Sebastian Fränzschky

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