Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Am letzten Testtag glaubte Marc Marquez an einen Durchbruch

(Motorsport-Total.com) – Für Honda verliefen die MotoGP-Testfahrten in Sepang und Katar teilweise schwierig.

Sowohl Marc Marquez als auch Cal Crutchlow sprachen vor allem auf dem Losail-Circuit das nicht einfache Handling der neuen RC213V an. Zudem hatte Marquez immer noch mit den Nachwirkungen seiner Schulteroperation zu kämpfen und hat noch nicht die komplette Kraft wiedererlangt.

Die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus spielen Marquez etwas in die Hände. Denn wenn das erste MotoGP-Rennen erst am 5. April in Austin (USA) stattfinden wird, hat der Spanier ein Monat länger Zeit als ursprünglich gedacht, um die Rehabilitation und das Training seiner Schulter fortzusetzen.

Aber selbst wenn der Testwinter bisher nicht optimal verlaufen ist, glaubt Stefan Bradl, dass Marquez immer noch der Fahrer ist, den es zu schlagen gilt. „Ja, definitiv. Er ist der Weltmeister und der erste Favorit auf den Titel“, sagt Bradl bei ‚ServusTV‘. Der Deutsche glaubt, dass Marquez mit seiner Erfahrung und seiner eingespielten Mannschaft bestens aufgestellt ist.

„Er ist die Testfahrten ruhig angegangen, weil er sich die Schulter operieren hat lassen. Ich glaube, dass er mit Honda so erfolgreich und so erfahren ist. Er kann die Entwicklung dementsprechend steuern. Er sitzt an den Hebeln und hat sie in der Hand“, glaubt Bradl, der das Team in seiner Rolle als Testfahrer bestens kennt.

Neu im Honda-Team ist Moto2-Weltmeister Alex Marquez. Bradl hat den jüngeren Bruder von Marc schon genau beobachtet: „Die Arbeitsweise ist ziemlich ähnlich, wie ich bei den ersten Tests bemerkt habe. Man merkt schon, dass die beiden verwandt sind.“ Von den Rundenzeiten her spielte Alex Marquez bei den Testfahrten noch keine Rolle im Spitzenfeld.

„Alex kann es auch, aber er wird momentan intern als Nummer 2 behandelt. Das ist auch logisch, denn er soll sich zuerst zurechtfinden“, sagt Bradl über die Erwartungshaltung an den MotoGP-Rookie. Erstmals fahren zwei Brüder für ein Topteam. „Das ist natürlich auch für Marc eine neue Erfahrung. Aktuell sind die Rollen logischerweise ganz klar verteilt.“

Text von Gerald Dirnbeck

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