Stefan Bradl - © Aprilia

© Aprilia – Stefan Bradl absolvierte am Mittwoch seine erste Testfahrt auf der Honda Fireblade

Für Stefan Bradl begann am Mittwoch ein neuer Abschnitt in seiner Karriere. Der Deutsche, der 2017 in die Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) wechselt, absolvierte in Aragon seinen ersten Test auf der Honda Fireblade. „Alles war sehr gut organisiert.

Wir haben einen ersten Shakedown mit dem Bike gemacht und es war zu Beginn ziemlich kühl, aber insgesamt war alles normal“, berichtet Bradl gegenüber ‚WorldSBK.com‘. Insgesamt spulte der Deutsche am Mittwoch 60 Runden ab.

„Ich hatte schon erwartet, dass die Reifen und das Bike ganz anders sind. Also musste ich mich anpassen. Grundsätzlich sind die Unterschiede klar und ich kann sie spüren“, erklärt Bradl und ergänzt: „Das Bike bewegt sich etwas mehr und es gibt auch viele verschiedene Teile wie die Stahlbremsen, an die man sich anpassen muss. Grundsätzlich fühle ich mich aber schon wie zu Hause.“

„Natürlich gibt es noch viele Dinge, die ich lernen muss, aber mein erster Eindruck war positiv“, so der 26-Jährige, der in den vergangenen fünf Jahren in der MotoGP an den Start ging. „Es gibt noch immer viel für mich zu lernen. Ich muss meinen Fahrstil noch an das Bike anpassen, das einen ganz anderen Fahrstil erfordert“, erklärt Bradl und ergänzt: „Das wird Schritt für Schritt gehen. Wir sind heute 60 Runden gefahren. Ich denke, das ist nicht allzu schlecht.“

Neues Bike lässt auf sich warten
Im Hinblick auf die ihm bisher unbekannten Pirelli-Reifen erklärt er: „Diese Reifen waren ziemlich leicht zu verstehen. Sie liefern dir viele Informationen. Das ist etwas, das ich wirklich direkt verstehen konnte, denn am Morgen war es kalt, und ich hatte einige Bedenken. In der MotoGP ist es ein kritischer Punkt, wenn du bei kalten Temperaturen rausfährst. Mit diesen Reifen ist es etwas einfacher, direkt ein Gefühl zu bekommen.“

Ganz unproblematisch verlief der Tag allerdings nicht. Am Nachmittag musste Bradl seine Honda einmal kurz an der Box abstellen. „Es war kein großes Problem, sondern es kam nur etwas Qualm aus dem Auspuff. Ich hatte es gar nicht gespürt, um ehrlich zu sein. Es war kein großes Problem, also haben wir angehalten, es gecheckt und repariert“, berichtet Bradl, der seinen Test am Donnerstag fortsetzen wird.

Die neue Honda Fireblade bekommen er und Teamkollege Nicky Hayden übrigens erst im Januar 2017. „Ich bin wirklich gespannt auf das neue Bike, aber zunächst einmal konzentriere ich mich auf morgen. Danach haben wir einen weiteren Test in Jerez, auf den ich mich freue, denn auf einer neuen Rennstrecke kann es ganz anders sein. Für mich ist es wichtig, das Bike auf verschiedenen Kursen kennenzulernen“, erklärt Bradl.

Auch Melandri, Rea und Co. im Einsatz
In Aragon sind derweil auch die etablierten WSBK-Piloten am Start. Weltmeister Jonathan Rea konnte auf der neuen Kawasaki ZX-10RR allerdings lediglich 32 Runden fahren. Er wurde ebenfalls von einem technischen Problem eingebremst, das allerdings deutlich schwieriger zu beheben war als bei Bradl. Teamkollege Tom Sykes brachte es auf 61 Runden und testete unter anderem einen überarbeiteten Motor und ein neues Chassis.

Bradls Teamkollege Nicky Hayden brachte es auf 79 Runden und zählte damit zu den fleißigsten Piloten des Tages. Bei Yamaha saß Neuzugang Michael van der Mark erstmals auf der YZF-R1. Er absolvierte 70 Runden, während Teamkollege Alex Lowes es auf 66 Umläufe brachte. Der Brite testete unter anderem eine neue Schwinge und arbeitete an der Elektronik und am Setup.

WSBK-Rückkehrer Marco Melandri nahm auf der Ducati Panigale R Platz und absolvierte 57 Runden. Er testete neue Federelemente von Öhlins und arbeitete ebenfalls an der Elektronik. Gegen Ende des Tages wurde er allerdings von einem technischen Problem eingebremst. Teamkollege Chaz Davies spulte währenddessen 59 Runden ab und arbeitete unter anderem am Chassis der Panigale.

Zeiten SBK-Test – Mittwoch
Tom Sykes , Kawasaki – 1:50,3
Chaz Davies, Ducati – 1:50,6
Jonathan Rea, Kawasaki – 1:51,1
Nicky Hayden, Honda – 1:51,4
Marco Melandri – Ducati 1:51,4
Alex Lowes – Yamaha, 1:51,5
Stefan Bradl – Honda, 1:51,8
Michael van der Mark – Yamaha, 1:51,8

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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