Takaaki Nakagami - © LCR

© LCR – Takaaki Nakagami mit seiner Honda RC213V für die neue Saison

(Motorsport-Total.com) – Zum ersten Mal wird Takaaki Nakagami aus technischer Sicht mit den anderen drei Honda-Fahrern gleichgestellt sein.

In den vergangenen drei Jahren musste der Japaner immer mit der Spezifikation des Vorjahres fahren. Dank seiner Fortschritte 2020 wurde er von Honda auch mit einem neuen Zweijahresvertrag belohnt. Persönlich setzt sich Nakagami hohe Ziele.

„Ich glaube, dass wir konstanter im Spitzenfeld mitkämpfen können“, sagt der Fahrer vom LCR-Team. „Wir müssen um das Podest kämpfen. Mein Ziel für diese Saison lautet, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Dafür muss ich immer in der Spitzengruppe dabei sein.“

„Ich habe zum ersten Mal das aktuelle Motorrad zur Verfügung. Darauf freue ich mich sehr. Hoffentlich sind wir konkurrenzfähig und können in jedem Rennen um den Sieg und das Podium kämpfen. Es wird aber bestimmt schwierig, weil die Rundenzeiten so eng beisammen sind.“

„In den vergangenen drei Jahren hatte ich nicht das neueste Motorrad zur Verfügung. Meistens ist es mit dem alten Bike sehr schwierig, sein volles Potenzial zu zeigen. Die Motorcharakteristik ist komplett anders. Es gibt jetzt mehr Leistung und mehr Topspeed.“

„Wenn man auf der Geraden eine Zehntelsekunde verliert, dann ist es schwierig, mit einem anderen Fahrer zu kämpfen. Hoffentlich kann ich auch bei der Weiterentwicklung helfen, damit unser Bike noch konkurrenzfähiger wird. Das Handling ist nicht das beste.“

Verlangt die Honda einen aggressiven Fahrstil?
Im vergangenen Jahr, seinem dritten in der MotoGP, machte Nakagami fahrerisch den größten Schritt. Er orientierte und analysierte die Daten von Marc Marquez und verstand, wie das 2019er-Motorrad am besten gefahren werden muss.

Für den ersten Podestplatz hat es im Endeffekt nicht gereicht. Deshalb will Nakagami in Details weiter an sich arbeiten: „In der Bremsphase kann ich es noch eine Spur besser machen. Beim Richtungswechsel bin ich auch noch nicht der beste Fahrer.“

„Man sieht auch an den Daten, dass mein Level bei Richtungswechseln noch nicht gut genug ist. Das ist aber gut zu wissen, damit ich mich auf diesen Bereich konzentrieren kann.“ Zudem wird Honda auch neue Detailentwicklungen zu den Katar-Tests im März bringen.

Marquez gilt als Fahrer mit einem aggressiven Fahrstil. Das gilt auch für Pol Espargaro, weshalb man seitens Honda hofft, dass sich der Neuzugang rasch auf die RC213V einstellen kann. Muss deshalb auch Nakagami eine aggressive Herangehensweise wählen?

„Schwierig zu sagen“, meint der 29-Jährige. „Einerseits muss ich zustimmen, weil Marcs Stil sehr gut aussieht. Jedes Jahr heißt es, dass die Honda schwierig zu fahren ist und nur Marc damit schnell ist. Es ist aber nicht jeder wie Marc. Ich muss auch ich selbst bleiben.“

„Im Vorjahr habe ich probiert, etwas aggressiver zu sein. Manchmal war das gut, manchmal aber nicht. In manchen Bereichen bin ich sanfter gefahren als die anderen Honda-Fahrer und war schneller. Deshalb würde ich nicht meinen, dass man immer aggressiv fahren muss.“

Denn sein in Bereichen sanfterer Fahrstil hatte im Vorjahr auch Vorteile: „Der sanfte Fahrstil war für das Rennende gut, weil ich oft mit dem weichen Reifen fahren konnte. Gegen Rennende hatte ich oft noch viel Grip, was sehr gut ist.“

Text von Gerald Dirnbeck

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