Fabio Quartararo und Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Fabio Quartararo und Valentino Rossi tauschen die Teams

(Motorsport-Total.com) – Auch Yamaha hat den Generationenwechsel in der MotoGP vollzogen.

Der 21 Jahre „junge“ Fabio Quartararo wird künftig im Werksteam angreifen, während der 42 Jahre „alte“ Valentino Rossi im Satellitenteam Petronas SRT fahren wird.

Technisch gesehen gibt es keinen Unterschied, denn Yamaha hat Rossi ein aktuelles Werksmotorrad und volle Unterstützung zugesichert. Dass Petronas kein „B-Team“ ist, zeigten die sechs Siege im Vorjahr, während das Werksteam lediglich einen Grand Prix gewinnen konnte.

Die Entscheidung für diesen Platztausch ist praktisch schon im Januar 2020 gefallen, als Yamaha die Verpflichtung von Quartararo für 2021/22 bekannt gab. Im Sommer wurde schließlich der Wechsel von Rossi ins Satellitenteam für dieses Jahr fixiert.

„Für mich“, sagt Quartararo, „ist es natürlich ein großer Moment, die Plätze mit meinem Idol zu tauschen.“ Trotzdem hält der Franzose auch fest: „Ich stehle nicht den Platz von Valentino, denn sein Platz ist einzigartig. Wir tauschen nur die Teams.“

Er glaubt zudem nicht, dass dieser Platztausch für Rossi einen „Abstieg“ bedeutet: „Wenn ihm Yamaha das exakt gleiche Material zur Verfügung stellt, dann bin ich mir sicher, dass er es gut machen wird. Ich war zwei Jahre bei Petronas-Yamaha und fühlte mich großartig.“

„Dort arbeiten tolle Leute“, lobt Quartararo die Mannschaft rund um Razlan Razali, Wilco Zeelenberg und Johan Stigefelt. Deshalb ist er überzeugt, dass Rossi die Möglichkeiten hat, Erfolge zu feiern: „Deswegen wird es auch dort gut machen.“

Yamaha nimmt Druck von Quartararos Schultern
Die langfristige Zukunft von Yamaha heißt dennoch Quartararo, denn Rossis einzigartige Karriere könnte mit diesem Jahr zu Ende gehen. 2020 startete Quartararo mit zwei Siegen in Jerez in die Saison. Es sollte aber nur noch ein weiterer Triumph in Barcelona folgen.

Statt um den WM-Titel zu kämpfen, rutschte Quartararo auf Rang acht ab. „Ich glaube nicht, dass mentaler Druck das Problem war“, meint Yamaha-Manager Lin Jarvis. „Fabio wurde in eine Situation geworfen, die er nicht kannte. Er hatte noch nie ein MotoGP-Rennen gewonnen und dann gleich zwei hintereinander.“

„Plötzlich gab es eine große Erwartungshaltung. Ich glaube nicht, dass es er als Fahrer war, der es nicht umgesetzt hat. Es war unsere Verantwortung, weil wir diverse Probleme hatten. Es gab technische Schwierigkeiten, mangelnde Konstanz.“

„Wir haben ihm nicht die Werkzeuge gegeben, damit er seine Leistungen konstant fortsetzen konnte. Deshalb denke ich, dass es in unserer Verantwortung liegt. Wir mussten die Motorleistung reduzieren und hatten einen Power-Nachteil gegenüber unserer Konkurrenz.“

„Auf vielen Strecken waren wir nicht konstant genug. Wir müssen uns in vielen Bereichen verbessern, um ein konstanteres Paket zu haben. Das ist unser Ziel für diese Saison. Fabio hat die Erfahrung vom vergangenen Jahr. Wenn er ein solideres Gesamtpaket hat, dann hat er alles, was er braucht.“

Text von Gerald Dirnbeck

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