Jack Miller - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jack Miller hat keine Ahnung, ob er im Ducati-Werksteam bleiben kann

(Motorsport-Total.com) – Wer wird im nächsten Jahr der zweite Fahrer im Ducati-Werksteam sein? Francesco Bagnaia ist bis einschließlich 2024 gesetzt.

Der Vertrag von Jack Miller läuft mit Saisonende aus. Er könnte zum Beispiel von Enea Bastianini oder Jorge Martin ersetzt werden. Miller selbst meint, dass er derzeit von Ducati in der Luft hängt.

Bisher gab es noch keinerlei Gespräche über seine Zukunft. „Nein, keine Gespräche“, bestätigt Miller gegenüber ‚Autosport‘. „Was kann ich tun? Ich kann nur mein Bestes geben. Ich meine, ich kann es nicht ändern.“

„Ich bin schon oft in dieser Situation gewesen. Es hat keinen Sinn, sich deswegen zu stressen. Ich kann nur mein Bestes auf der Strecke geben. Das ist es. Von ihnen kam bisher kein Wort. Es schmerzt schon, wenn man im Ungewissen gelassen wird. Aber was soll ich dagegen tun?“

Miller bekam im Frühling 2020 einen Vertrag für 2021. Bagnaia wurde gleich für 2021/22 verpflichtet. Schließlich wurde auch Miller um ein weiteres Jahr verlängert. Bagnaia erhielt noch vor dem Saisonstart 2022 einen neuen Zweijahresvertrag für 2023/24.

Damit ist klar, auf wen Ducati setzt. Belastet es Miller, dass er ständig nur Einjahresverträge bekommt? „Klar, manchmal beginnt man zu zweifeln und versucht zu verstehen, warum es passiert. Aber ich habe keine Kontrolle darüber. Ich kann nur tun, was ich kann.“

„Ich möchte, dass die Dinge funktionieren. Wenn es nicht klappt, dann eben nicht. Ich kann nichts daran ändern. Ich kann nur mein Bestes geben und hoffen, dass ich noch etwas länger hierbleiben kann.“ Im vergangenen Jahr hat er zwei Rennen gewonnen, hatte aber keine Chance auf den WM-Titel.

Politische Faktoren sind ausschlaggebend
Miller ist der Meinung, dass er von Ducati geliebt wird. Er vermutet, dass im Hintergrund politische Faktoren ausschlaggebend dafür sind, dass er keinerlei Information bezüglich seiner Zukunft hat. Diese Ungewissheit sorgt auch für Unbehagen.

„Ich spüre es, hier herrscht eine großartige Atmosphäre. Ich liebe es, hier zu sein. Deshalb belastet es einen schon, wenn man daran denkt, dass man nicht bleiben kann. Ich weiß, dass sie am liebsten mit mir weitermachen würden, aber es liegt nicht alles an ihnen.“

„Es ist ein sehr politischer Job. Das ist der scheiß Teil des Motorradrennsports. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich eine Belastung bin. Ich versuche zu tun, was ich kann. Und alles was ich mache, ist für das Team – immer“, betont Miller.

Ein Verbleib bei Ducati ist sein Plan A. Aber für den Fall der Fälle hört sich der Australier auch bei anderen Teams um. „Natürlich! Ich bin kein Stück geschnittener Schinken. Es gibt da draußen auch andere Interessen und ich weiß, dass ich irgendwo in diesem Paddock einen Job finden werde.“

„Ich mache mir keine Sorgen. Selbst als ich in der Vergangenheit in der Luft gehangen bin, habe ich Ducati Wort gehalten. Selbst als ich bei Pramac war und sie wieder Lorenzo [für 2020] verpflichten wollten und ich zu diesem Zeitpunkt keinen Job mehr hatte.“

„Ich weiß, dass es viele Leute in diesem Paddock gibt, die mich haben wollen. Es wäre kein Problem, einen Job zu finden. Das ist sicher. Aber mein Hauptfokus liegt darauf, hier zu bleiben. Wenn ich im nächsten Jahr einen Job von Ducati bekomme, dann wäre ich sehr glücklich.“

Sollte Miller seinen Platz im Werksteam verlieren, würde er auch eine Rückkehr ins Pramac-Team in Betracht ziehen? „Es wäre mir egal. Die Motorräder sind alle fantastisch. Sie haben das gleiche Equipment. Solange ich in der MotoGP meinen Traum leben kann, ist das das Wichtigste für mich. Ich möchte die Chance auf Podestplätze haben und meinen Traum leben.“

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Lewis Duncan

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