Aleix Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Aleix Espargaro erachtet die neue RS-GP als deutlichen Fortschritt

(Motorsport-Total.com) – Bereits als die neue Aprilia RS-GP für die MotoGP-Saison 2020 beim Shakedown vor wenigen Tagen Premiere feierte, war Aleix Espargaro voll des Lobes.

Dieser Eindruck bestätigte sich für den Spanier auch beim ersten offiziellen Testtag des Jahres in Sepang, den er auf einem vielversprechenden siebten Platz beendete.

Mit einer persönlichen Bestzeit von 1:59.427 Minuten rangierte der Aprilia-Pilot knapp eine halbe Sekunde hinter dem Tagesschnellsten Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha). Der Vergleich zum Vorjahresbike fällt deutlich aus: „Definitiv viel besser. Schwierig zu vergleichen, weil es in jedem einzelnen Bereich sehr neu ist.“

Den größten Fortschritt sieht Espargaro in den Kurven. „Wenn man die Vorderbremse löst, gleitet das Motorrad ein bisschen besser durch die Kurve“, analysiert er. „Die Position des Fahrers ist auch viel besser. Der Charakter des neuen Motors ist viel leichter zu fahren. Uns fehlt noch viel Beschleunigung, aber insgesamt bin ich zufrieden.“

Neue RS-GP für Espargaro wie Forward-Yamaha 2014
Die allgemeine Stabilität und Laufruhe des gesamten Motorrads bezeichnet Espargaro als „unglaublich“. Er fühle sich ein wenig an die Forward-Yamaha aus dem Jahr 2014 erinnert: „Und das ist sehr gut, denn ich glaube, es war eines der besten Motorräder, das ich je hatte. Wir stehen erst am Anfang, aber sind auf einem guten Weg.“

Mit der besagten Forward-Yamaha gelang dem Spanier seine bisher beste Grand-Prix-Platzierung in der Königsklasse, ein zweiter Platz beim Großen Preis von Aragon. Außerdem stand er damit einmal auf der Pole. Daran hofft Espargaro nun mit Aprilia nach drei schwierigen Jahren endlich anknüpfen zu können – und sieht das Potenzial.

„Es ist noch sehr früh“, gibt er zu. „Wir müssen abwarten und noch etwas mehr am Motor arbeiten. Ich suche nach mehr Drehzahl, um eine bessere Beschleunigung zu erreichen. Im Laufe des Tages haben wir uns ziemlich stark verbessert, aber das Motorrad ist sehr jung. Ich durfte heute keine langen Runs machen, sondern Schritt für Schritt.“

Ersatzmann Savadori am ersten Testtag weit zurück
Doch der erste Eindruck sei vielversprechend: „Ich war nicht super schnell auf einer Runde, aber trotzdem nur vier Zehntel weg von den Topjungs. Die Pace war wirklich gut. Mit dem 20 Runden alten Reifen konnte ich den ganzen Tag tiefe 2:00er-Zeiten fahren. Das ist sehr gut. Ich glaube, damit kann ich sehr konkurrenzfähig sein.“

Mit Lorenzo Savadori, der für den wegen Dopings gesperrten Andrea Iannone einspringt, war am Freitag noch ein weiterer Aprilia-Fahrer auf dem Sepang International Circuit unterwegs. Er fuhr neben dem Vorjahresmodell ebenfalls die neue RS-GP und rangierte am Ende auf dem letzten Platz mit deutlichem Rückstand.

Der Test wird am Samstag und Sonntag fortgesetzt.

Die Testzeiten aus Sepang (Freitag):
01. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) – 1:58.945 Minuten (52 Runden)
02. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,051 Sekunden (62)
03. Alex Rins (Suzuki) +0,250 (56)
04. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,289 (39)
05. Jack Miller (Pramac-Ducati) +0,291 (47)
06. Maverick Vinales (Yamaha) +0,422 (49)
07. Aleix Espargaro (Aprilia) +0,482 (43)
08. Pol Espargaro (KTM) +0,591 (48)
09. Joan Mir (Suzuki) +0,623 (51)
10. Valentino Rossi (Yamaha) +0,624 (48)
11. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,721 (35)
12. Marc Marquez (Honda) +0,731 (37)
13. Alex Marquez (Honda) +0,973 (38)
14. Danilo Petrucci (Ducati) +0,994 (42)
15. Dani Pedrosa (KTM) +1,072 (45)
16. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) +1,186 (49)
17. Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) +1,191 (53)
18. Sylvain Guintoli (Suzuki) +1,426 (48)
19. Johann Zarco (Avintia-Ducati) +1,519 (54)
20. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) +1,566 (44)
21. Brad Binder (KTM) +1,574 (58)
22. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +1,805 (54)
23. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +1,870 (31)
24. Yamaha-Testfahrer 1 +2,135 (50)
25. Yamaha-Testfahrer 2 +2,799 (22)
26. Lorenzo Savadori (Aprilia) +4,205 (31)

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Lewis Duncan

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