Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Valentino Rossi lag zum Zeitpunkt seines Sturzes auf Platz 17

(Motorsport-Total.com) – Von Startplatz zwölf aus machte sich Valentino Rossi vor dem MotoGP-Rennen in Assen berechtigte Hoffnungen auf eine Top-10-Platzierung.

Doch diese zerschlugen sich bereits am Start, denn der Petronas-Yamaha-Pilot fiel wie ein Stein zurück und war am Ende der ersten Runde nur auf Platz 21 zu finden.

„Wir nahmen vorab eine kleine Veränderung für den Start vor, deshalb konnte ich nicht so starten, wie ich es gewohnt bin, und fühlte mich nicht sehr wohl. Wie schon am Sachsenring war es also ein schlechter Start“, erklärt Rossi die Situation zu Beginn.

„Ich fiel weit zurück, versuchte aber, ein paar Überholmanöver zu machen. Ich blieb allerdings mehr oder weniger, wo ich war. Hinter den anderen Bikes bekam ich dann Probleme mit dem Vorderreifen, ich verlor an Grip. Zwar konnte ich Bastianini überholen und versuchte zu pushen, doch leider rutschte ich in Kurve 7 übers Vorderrad weg.“ Damit war Rossis Rennen nach nicht einmal acht Runden vorbei.

Über die genaue Ursache des Sturzes kann der Italiener nach einem ersten Blick in die Daten nur rätseln: „Sie geben nicht wirklich Aufschluss darüber, was passiert ist. Ich hatte Glück, denn es war ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit. Aber mir geht es gut.“

„Es ist sehr schade, denn wir hatten keine schlechte Pace“, weiß Rossi. „Das Potenzial, um ein solides Rennen abzuliefern, war da.“ Stattdessen ging er zum fünften Mal in dieser Saison leer aus. Nur in vier von neun Grands Prix konnte der Petronas-Pilot punkten. Sein bestes Saisonergebnis: ein zehnter Platz in Mugello.

Lässt ihn der neuerliche Rückschlag in Assen umso mehr an einen Rücktritt nach 2021 denken? „Jetzt ist nicht der Moment (das zu entscheiden; Anm. d. R.)“, sagt Rossi. „Mir war immer bewusst, dass dieses Jahr schwierig und eine Herausforderung sein wird. Meine Entscheidung hängt sehr stark von den Ergebnissen ab. Und die Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte entsprechen nicht unseren Erwartungen.“

„Wir hofften, stärker zu sein und um bessere Positionen kämpfen zu können. Diese Ergebnisse helfen uns also nicht“, gibt der 42-Jährige zu. Eine Entscheidung wolle er aber trotzdem erst in den nächsten Wochen treffen. Dabei dürfte auch sein Alter eine Rolle spielen, selbst wenn es für Rossi nicht ausschlaggebend ist.

Darauf angesprochen muss er zugeben: „Die Motorräder sind anspruchsvoller und schneller geworden. Dabei spielt auch die Aerodynamik eine Rolle. Man kann tiefer bremsen, mehr aus dem Bike herauspressen. All das macht es körperlich anstrengender.“

Text von Juliane Ziegengeist

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