Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Valentino Rossi hält es für „schwierig“, dass er 2022 noch MotoGP fährt

(Motorsport-Total.com) – VR46 wird ab der MotoGP-Saison 2022 mit Ducati an den Start gehen. Luca Marini steht bereits als Fahrer fest.

Für den zweiten Platz soll Marco Bezzecchi in der Poleposition sein. Hauptsponsor Aramco würde sich am liebsten Valentino Rossi als Fahrer wünschen.

„Es wäre toll, wenn Valentino Rossi in den kommenden Jahren als Fahrer in unserem Aramco-VR46-Team zusammen mit seinem Bruder Luca Marini fährt“, bemerkt Prinz Abdulaziz bin Abdullah bin Saud, der Sohn von Saudi-Arabiens König Abdullah.

Rossi selbst tritt aber auf die Bremse. „Ich habe mich noch nicht entschieden und werde in der Sommerpause genauer darüber nachdenken“, wiederholt der 42-Jährige wie immer, wenn er nach seiner Zukunft befragt wird. „Außerdem muss ich mit Yamaha und mit dem Team sprechen.“

„Bisher war die Saison in Bezug auf die Performance und die Ergebnisse nicht fantastisch. Ich glaube, dass es sehr schwierig sein wird, dass ich auch im nächsten Jahr fahre“, hält er eine Fortsetzung im Petronas-Team für nicht sehr wahrscheinlich.

Rossi auf der VR46-Ducati? „Sehr schwierig“
Dafür gäbe es jetzt in seinem eigenen VR46-Team eine theoretische Möglichkeit. „Der Prinz macht Druck, dass ich im nächsten Jahr in meinem Team mit der Ducati fahre. Aber in diesem Moment glaube ich, dass das sehr schwierig sein wird“, hält Rossi auch das nicht für sehr wahrscheinlich.

„Wir haben miteinander gesprochen und er möchte, dass ich im nächsten Jahr weiterfahre. Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass er das in der Pressemitteilung sagen wird. Es wird aber generell sehr schwierig, nicht nur mit Ducati und meinem Team, dass ich im nächsten Jahr weiterfahre.“

Damit deutet Rossi erstmals indirekt sein Karriereende an, wenn er es nicht für sehr wahrscheinlich hält, dass er einerseits für Petronas weitermacht oder andererseits für sein eigenes Team fahren wird.

Rossi: „Im Herz immer Yamaha-Fahrer“
Ob es ein Problem wäre, wenn er gleichzeitig Yamaha-Fahrer und Ducati-Teamchef wäre? „Meine Beziehung zu Yamaha ist sehr gut“, betont Rossi. „Wir hatten gemeinsam die besten Jahre meiner Karriere. In meinem Herzen werde ich immer ein Yamaha-Fahrer sein.“

„Es wäre auch gut gewesen, ein Team mit Yamaha zu bilden. Aber Petronas möchte mit Yamaha weitermachen. Wir haben uns alle gemeinsam an den Tisch gesetzt. Diese Entscheidung ist für alle am besten.“

„Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Ducati zusammenarbeiten werden, weil das Motorrad sehr schnell ist. Sie unterstützen auch unsere Akademie und haben Interesse an diesem Projekt. Wir haben eine sehr gute Beziehung zu Paolo Ciabatti und zu Gigi Dall’Igna.“

„Wir teilen viele Dinge mit Ducati. Das betrifft auch junge, italienische Fahrer und war einer der Hauptgründe für diese Entscheidung“, hält Rossi fest. „Ein italienisches Motorrad mit italienischen Fahrern, das Team ist auch in Italien in Tavullia beheimatet – darüber sind wir sehr glücklich.“

Text von Gerald Dirnbeck

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