Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Laut Valentino Rossi hat Yamaha ein Problem mit der Elektronik

(Motorsport-Total.com) – In der MotoGP-Saison 2016 debütierte die Einheitselektronik von Magneti Marelli.

In den Jahren zuvor leistete vor allem Honda heftigen Widerstand gegen die Einführung einer einheitlichen ECU. Die Japaner hatten ihre hauseigene Elektronik perfektioniert und kritisierten, dass die Einheits-ECU die Entwicklungsarbeit in der MotoGP verhindert.

Insider erwarteten, dass Yamaha von der Einheits-ECU profitieren könnte, denn bereits vor der Einheitselektronik nutzte Yamaha die Hilfe von Magneti Marelli und war mit der Arbeitsweise der Elektronik vertraut. Doch es kam anders. Die Yamaha-Ingenieure hatten große Mühe, die gute Balance der M1 mit der einheitlichen Elektronik zu erhalten.

Valentino Rossi erinnert sich an diese Zeit: „Von 2015 zu 2016 gab es eine große Änderungen. Damals kam die Einheits-ECU von Magneti Marelli. Das Ziel war es, eine bessere Balance der Performance zwischen den Werksmaschinen und dem Rest des Feldes herzustellen. Auch die Hersteller sollten näher zusammengebracht werden.“

„Ich erinnere mich, dass es für Yamaha ein großes Problem war. Ich denke, dass Yamaha am härtesten getroffen wurde“, bemerkt Rossi. „Mit der Yamaha-eigenen Elektronik hatte das Motorrad eine sehr gute Balance. Das funktionierte sehr gut. Die japanischen Ingenieure konnten mit dieser Elektronik sehr gut umgehen. Sie waren sehr gut darin, die Probleme zu beheben.“

„Als wir zu Magneti Marelli wechselten, machten wir einen großen Schritt zurück. Das Motorrad ließ sich nicht mehr so einfach fahren“, blickt Rossi zurück und nennt die größten Probleme: „Die Traktionskontrolle, aber vor allem die Motorsteuerung, waren nicht mehr so gut ausbalanciert.“

„Vorher befand sich alles im Einklang. Mit der Magneti-Marelli-Elektronik hatten wir zu kämpfen. Auch in den Jahren danach hatten die japanischen Ingenieure große Probleme, richtig mit der Magneti-Marelli-Elektronik umzugehen“, stellt Rossi fest und fügt hinzu: „Ich denke, dass es nach wie vor ein Problem ist.“

Text von Sebastian Fränzschky

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