Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Die Yamaha M1 von Valentino Rossi soll identisch zu den Werksmaschinen sein

(Motorsport-Total.com) – Noch nie ist Valentino Rossi so schlecht in eine neue Saison gestartet wie in diesem Jahr.

Nach vier Rennen hat der „Doctor“ nur magere vier WM-Zähler auf seinem Konto. Bei den vergangenen drei Rennen ging Rossi komplett leer aus. Motorrad-Legende Kevin Schwantz sorgt sich um Rossi und kann sich vorstellen, dass der Italiener von Yamaha benachteiligt wird.

„Ich bin besorgt über die 46“, gesteht Schwantz im Podcast ‚Tank Slappers‘ der englischen Edition von Motorsport.com. „Ich mag es nicht, ihn so weit hinten im Rennen zu sehen. In Katar schien er sich etwas besser zu qualifizieren, aber dann hatte er in Portugal und Jerez wirklich zu kämpfen und machte im Rennen keine großen Fortschritte, so wie er es gewohnt ist.“

„Vielleicht ist es einfach so, dass er sich mit dem Motorrad nicht wohlfühlt. Vielleicht gibt es etwas Neues, das Yamaha hat, das die anderen Yamaha, die Werks-Yamahas und Morbidelli, ein bisschen besser macht. Vielleicht ist Rossi auch nur der Letzte in der Hackordnung, um es zu bekommen“, grübelt Schwantz.

„Ich bin mir sicher, dass die 46 immer noch etwas Kampfgeist hat“, bemerkt die US-Ikone, die Parallelen zur eigenen Karriere erkennt: „Als Fahrer ist das eine der schwierigsten Sachen überhaupt. Ich erinnere mich noch an die ersten paar Rennen im Jahr 1995, als ich mich nicht großartig qualifizieren konnte und im hinteren Teil des Feldes landete, nicht um ein Podium oder einen Sieg kämpfte, wie ich es gewohnt war.“

„Als Fahrer ist das wirklich hart für dich. Rennfahren macht Spaß, weil wir alle es lieben zu gewinnen. Aber wenn diese Möglichkeit nicht da ist, dann macht es wirklich nicht so viel Spaß“, erklärt der 500er-Weltmeister der Saison 1993.

Schwantz rätselt, warum Rossi selbst auf seiner Paradestrecke in Jerez so langsam war. Als 17. verpasste er die Punkteränge und ließ nur zwei Fahrer hinter sich. „Ich hätte gedacht, wenn wir nach Europa kommen, vielleicht nicht so sehr nach Portugal, sondern endlich nach Jerez, wenn wir auf eine Strecke kommen, von der er weiß, dass er dort gewonnen hat, dass ihm das vielleicht helfen würde, wieder auf die Beine zu kommen“, so der US-Amerikaner.

„Aber im Moment ist es definitiv ein Kampf für ihn. Und wie ich schon sagte, vielleicht liegt es auch nur daran, dass Yamaha im Winter einige Entwicklungen gemacht wurden. Und Rossi wird einfach der Letzte sein, der die neuen Teile bekommt. Denn ich denke, in der Hackordnung des Meisterschaftskampfes ist er bei Yamaha im Moment wahrscheinlich ganz unten auf der Liste“, vermutet Schwantz.

Hinsichtlich der verschiedenen Spezifikationen ist Rossi aber nicht der Yamaha-Pilot mit der geringsten Unterstützung. Auch in diesem Jahr pilotiert Rossi eine aktuelle M1. Petronas-Teamkollege Franco Morbidelli fährt die älteste Yamaha im Feld. Die M1 des Vize-Weltmeisters basiert auf dem Modell von 2019.

Text von S. Fränzschky, Co-Autoren: L. Duncan, O. Puigdemont

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