Jonathan Rea - © Kawasaki Racing

© Kawasaki Racing – Kann Jonathan Rea den Superbike-WM-Titel mit Kawasaki zurückerobern?

(Motorsport-Total.com) – Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Start der Superbike-WM-Saison 2022 in Aragon hat Kawasaki die neueste Version der ZX-10RR vorgestellt.

Kawasaki ist nach Honda und Ducati der dritte WSBK-Hersteller, der sein neues Motorrad vorstellt. Yamaha und BMW haben ihre Modelle noch nicht präsentiert.

Kawasakis Fahreraufgebot wird erneut vom sechsfachen WSBK-Champion Jonathan Rea angeführt, wobei Alex Lowes dem 35-Jährigen die dritte Saison in Folge als Teamkollege zur Seite steht. Er hatte 2021 einen neuen Mehrjahresvertrag unterzeichnet.

Kawasaki geht in die Saison 2022 mit dem Ziel, die WM-Krone von Yamaha zurückzuerobern, nachdem sich die beiden japanischen Hersteller im vergangenen Jahr die komplette Saison über duellierten, Kawasaki aber das Nachsehen hatte. Yamahas Triumph beendete Kawasakis sechsjährige Dominanz.

Denn seit Rea 2015 von Honda zum Team gestoßen, blieb Kawasaki im Kampf um den Titel ungeschlagen. Es ist die erfolgreichste Partnerschaft in der Geschichte der Serie.

Kann Kawasaki Yamaha 2022 herausfordern?
Kawasaki hofft, dass die Verbesserungen an der ZX-10RR im Jahr 2022 dazu beitragen werden, den Leistungsrückstand – insbesondere auf die Yamaha R1 – zu verringern, nachdem Rea den Hersteller im vergangenen Dezember angesichts der starken Konkurrenz dazu aufgefordert hatte, sich zu steigern.

Rea seinerseits hofft, die Fehler zu reduzieren, die ihn in der Saison 2021 plagten. Der Nordire stürzte mehrfach, während er sich auf Podiumskurs befand, als er versuchte, die Unzulänglichkeiten der Kawasaki auszugleichen.

Zum ersten Mal seit 2015 wird Rea zu seiner bevorzugten Startnummer 65 zurückkehren, nachdem er das Recht, die Nummer 1 zu verwenden, an den amtierenden Champion Toprak Razgatlioglu von Yamaha verloren hat.

Sein Teamkollege Lowes strebt unterdessen eine verletzungsfreie Saison an, nachdem er bei den letzten vier Saisonstationen sieben Rennen aufgrund einer Reihe kostspieliger Zwischenfälle verpasst hatte. Lowes‘ längerer Ausfall und der Mangel an verfügbarem Ersatz trugen dazu bei, dass Kawasaki in der Herstellerwertung auf den dritten Platz hinter Yamaha und Ducati abrutschte.

Johnny Rea: „Lasst uns den Titel zurückholen!“
„Nach mehr als einem Jahrzehnt, in dem wir so eng mit dem Kawasaki WSBK-Projekt verbunden waren, und mit acht Titeln in dieser Zeit, sind unsere primären Ziele eine weitere Fahrermeisterschaft sowie der Team- und Herstellertitel im Jahr 2022“, gibt Teamchef Guim Roda die Ziele für die Saison vor.

„Die Einführung der neuen Team-Lackierung so nah an unserer Basis in Granollers ermöglicht es jedem, der mit dem Team verbunden ist, involviert zu sein, und es ist ein großartiger Startschuss für unsere Mission, erfolgreich zu sein.“

„Sowohl Johnny als auch Alex haben das Potenzial, Rennen zu gewinnen und um die Meisterschaft zu kämpfen, und wir haben viele engagierte Mitarbeiter, die schon seit mehreren Jahren mit uns zusammenarbeiten“, lobt Roda sein Team.

Rea betont: „Für mich ist die Teamvorstellung immer ein großer Schritt in Richtung neue Saison. Nach sechs Wintertests sind wir nun bereit, die schwarz-weißen Motorräder wegzustellen. Jetzt enthüllen wir unsere neuen Farben und zeigen der Welt, dass KRT für 2022 bestens gerüstet ist. Lasst uns den Titel zurückholen.“

Die neue WSBK-Saison beginnt mit einem Triple von Rennen in Aragon am 9. und 10. April. Es wird erwartet, dass der Großteil des 2022er-Feldes diese Woche in Barcelona zu zwei privaten Testtagen zusammenkommt, bevor sie nach Aragon zu einem offiziellen, von der Dorna unterstützten Test reisen.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Rachit Thukral

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