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© LAT – Ducati musste das Motorrad zwischen Aragon und Assen anpassen

(Motorsport-Total.com) – Nach den Seriensiegen von Ducati-Pilot Alvaro Bautista in Phillip Island, Buriram und Aragon schärften die Verantwortlichen das Reglement nach und passten die maximalen Drehzahlen der Motorräder an.

Ducati verlor vor dem Rennwochenende in Assen 250 Umdrehungen. Somit dürfen die V4-Triebwerke nur noch 16.100 anstatt 16.350 Umdrehungen pro Minute erreichen. Dadurch soll das Feld näher zusammengebracht werden. Wir haben uns in Assen mit Ducati-Pilot Chaz Davies und Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) unterhalten und hinterfragt, was sich dadurch ändert.

„Jeder denkt, dass sich das Drehzahllimit nur auf die Leistung auswirkt“, kommentiert Davies, der sich um die Folgen bei der Übersetzung sorgt: „Zu Saisonbeginn wird festgelegt, wie das Getriebe übersetzt wird. Es gibt einen konkreten Plan, bei dem die Übersetzungen festgelegt werden. Das haut alles nicht mehr richtig hin, wenn Änderungen an der Drehzahl vorgenommen werden.“

„Man könnte am Ende der Geraden länger im Drehzahlbegrenzer fahren, doch das würde Zeit kosten. Man muss es anders kompensieren. Die ganze Arbeit im Winter, bei der die Übersetzungen festgelegt wurden, ist jetzt umsonst“, ärgert sich Davies im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

Chaz Davies trifft es härter als Alvaro Bautista
„250 Umdrehungen sind nicht das Ende der Welt. Wir können damit umgehen. Doch wenn wir um weitere 250 Umdrehungen eingebremst werden, dann rutschen wir mit Blick auf die Getriebeübersetzung aus dem Fenster“, prophezeit der Ducati-Pilot.

„Es trifft mich härter als Alvaro, was ziemlich ironisch ist“, bemerkt Davies und begründet: „Ich bin ziemlich sensibel, was das Getriebe angeht. Das ist auf die Art und Weise, wie ich das Motorrad aufrichte und wie ich mit dem Gas umgehe, zurückzuführen. Ironischerweise wird es Alvaro weniger hart treffen, weil er einen anderen Fahrstil hat.“

Grundsätzlich wirkt Davies recht entspannt, auch wenn das neue Drehzahllimit keine Hilfe ist. Genau genommen war es keine Überraschung, dass die Regelverantwortlichen reagierten. „Wir kennen die Regeln. Es bahnte sich an. Es ist ein Teil der modernen Superbike-WM. Wir müssen damit umgehen“, hält der Waliser fest.

Jonathan Rea ab Assen näher dran?
Für Kawasaki-Pilot Jonathan Rea änderte sich nichts. Das Drehzahllimit der 2019er-Kawasaki liegt nach wie vor bei 14.600 Umdrehungen. „Ich kann die Situation nicht kontrollieren“, kommentiert er die Limitierung der Ducatis.

„Die Dorna hat seit zwei Jahren diesen Algorithmus, der die Meisterschaft ausgleichen soll. Als die Dorna die Serie übernahm, kam ein neuer Technikdirektor, der die Meinung vertrat, dass die Meisterschaft eine Balance braucht. Deshalb gibt es diesen magischen Algorithmus, der alles kalkuliert. Jetzt haben sie gesehen, dass sie Ducati mit 250 Umdrehungen bestrafen sollten“, berichtet Rea.

„Ich als Fahrer versuche, mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln das Beste herauszuholen. Wir haben genügend Dinge innerhalb von Kawasaki, um die wir uns kümmern müssen“, so der in der laufenden Saison bisher sieglose Titelverteidiger.

Text von Sebastian Fränzschky

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