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© circuitpics.de – Jonathan Rea hat in Imola gute Chancen auf den ersten Saisonsieg

(Motorsport-Total.com) – Superbike-Weltmeister Jonathan Rea präsentierte sich am Freitag in Imola in Bestform und beendete beide Trainings als Schnellster.

Nachdem Rea seine Kawasaki im FT1 in 1:46.636 Minuten um den anspruchsvollen Kurs in Imola zirkelte, unterbot er seine eigene Zeit im FT2 um einige Zehntel und kam auf eine 1:46.374er-Runde.

Wie im FT1 konnten die WSBK-Piloten ihre Runden bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein drehen. Nach Eugene Lavertys Highsider am Vormittag (was passiert ist) schrumpfte das Feld von 19 auf 18 Fahrer.

Leon Haslam begann die Session mit einem Ritt durch das Kiesbett. Der Kawasaki-Pilot verbremste sich und musste seine Maschine aufrichten. Bereits zum Beginn des FT2 konnten einige Fahrer ihre Vormittagszeiten verbessern. Vor allem in den beiden ersten Sektoren sah man Fahrer mit absoluten Sektorbestzeiten.

Verhaltener Auftakt der Spitzenfahrer
Die Spitzenpiloten konnten ihre FT1-Zeiten in den ersten zehn Minuten nicht verbessern. Beide Werks-Ducatis waren im ersten Sektor unter der bisherigen Bestmarke, doch in den Sektoren drei und vier fuhr Rea schneller. Bautista war nach 15 Minuten der erste Spitzenpilot, der seine FT1-Zeit verbessern konnte. Der Spanier kam bis auf 0,450 Sekunden an Reas Zeit vom Vormittag heran.

Rea erreichte bis auf wenige Hundertstelsekunden seine FT1-Zeit, während für Sandro Cortese die Session mit einem Sturz in Kurve 6 einen unschönen Verlauf nahm. Cortese, der geschwächt in das fünfte Rennwochenende der Saison ging, zog sich keine zusätzlichen Verletzungen zu. Nachdem die Yamaha R1 an der GRT-Box repariert wurde, konnte Cortese in der Schlussphase noch einmal einen Funktionscheck absolvieren.

Chaz Davies, der im FT1 erster Verfolger von Rea war, lotete in der finalen Schikane vor Start/Ziel das Limit aus und musste den Notausgang wählen. Auch in diesem Jahr wird die Variante Bassa in den Rennen entscheidend sein. Es ist die finale Möglichkeit für ein Überholmanöver.

Das Feld rückt enger zusammen
Mit 20 Minuten Restzeit waren Rea und Davies nach wie vor die einzigen Fahrer, die 1:46er-Zeiten vorweisen konnten. Dahinter rückte das Feld enger zusammen. Mehr als die Hälfte der Fahrer konnte die Zeiten vom Vormittag verbessern.

Zehn Minuten vor dem Ende des FT2 hatten elf der 18 verbliebenen Fahrer die Zeiten vom Vormittag verbessert. Nur an der Spitze standen nach wie vor die 1:46er-Zeiten von Rea und Davies. Sechs Minuten vor dem Ende des zweiten Trainingswaren alle Spitzenfahrer unterwegs, um noch einmal auf Zeitenjagd zu gehen.

Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) schob sich mit einer 1:47.362er-Runde auf die vierte Position und lag vor Markenkollege Haslam. Bautista und Davies waren erneut mit Sektorbestzeiten unterwegs, verloren im zweiten Teil der Runde aber wertvolle Zeit.

Markus Reiterberger (BMW) musste wie bereits im FT1 durch den Kies, als er zu schnell auf Kurve 2 zusteuerte. Teamkollege Tom Sykes übernahm drei Minuten vor Ende Position zwei. Er war der dritte Fahrer mit einer 1:46er-Zeit.

Starke Schlussoffensive von Rea und Davies
Kurz danach schob sich Chaz Davies an die Spitze und drückte die Bestzeit auf 1:46.529 Minuten, während WM-Leader Bautista in der finalen Schikane einen Fehler machte und keine Zeitenverbesserung mehr erzielen konnte. Jonathan Rea konnte sich ebenfalls verbessern und war nur 0,010 Sekunden langsamer als Davies.

Es sah aus, als würde Davies die Session als Schnellster beenden, doch dann zauberte Rea eine weitere schnelle Runde aus dem Ärmel und umrundete den Kurs in 1:46.374 Minuten. Er unterbot Davies‘ Zeit um 0,155 Sekunden. Tom Sykes behauptete sich mit seiner BMW auf Platz drei. Alvaro Bautista wurde nur Vierter.

Markus Reiterberger lag mit 1,739 Sekunden Rückstand auf Position 13. Direkt dahinter belegte Landsmann Sandro Cortese die 14. Position. Der Supersport-Champion lag am Freitag 2,083 Sekunden zurück.

Superbike-WM Imola Ergebnisse FP2:WSBK Imola FP2 - © www.worldsbk.com

Text von Sebastian Fränzschky

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