Yamaha 2019 - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Der neue Lufteinlass des neuen Motorrades ist unter der #46 zu sehen

(Motorsport-Total.com) – Yamaha hat für den MotoGP-Test in Valencia zwei neue Prototypen mitgebracht.

Valentino Rossi und Maverick Vinales hatten je ein neues und ein 2019er-Motorrad in der Box stehen. Bei der neuen M1 gibt es viele technische Änderungen. Das Chassis ist neu und der Motor ist neu. Optisch am auffälligsten ist ein anders geformter Lufteinlass unter der Startnummer. Daran ist das neue Motorrad am einfachsten zu erkennen.

Und wie lautet das Fazit nach dem ersten Testtag am Dienstag? „Es war nicht so schlecht. Das Gefühl mit dem neuen Prototypen ist positiv“, hält Rossi fest. „Gegen Ende des Tages hatte ich eine recht gute Pace.“ Insgesamt drehte der Italiener am Dienstag 73 Runden. Mit neun Zehntelsekunden Rückstand belegte Rossi den neunten Platz im Tagesklassement.

Wo das Hauptaugenmerk liegt, ist für den Routinier klar: „Die Bereiche Elektronik und Motor müssen wir in erster Linie verbessern, vor allem den Motor. Es sieht danach aus, dass Yamaha das nun auch so sieht. Aber auch beim Chassis versuchen sie immer mehr Agilität zu finden, um etwas schneller und präziser in die Kurve hineinfahren zu können.“

Und ist der neue Motor ein Schritt in die richtige Richtung? „Der erste Eindruck ist positiv, weil wir uns etwas verbessert haben. Es ist aber noch ein langer Weg, denn der Unterschied beim Topspeed ist sehr groß. Mir gefällt aber, wie Yamaha jetzt arbeitet. Das Programm ist jetzt viel klarer als in der Vergangenheit.“ Denn es gibt nicht verschiedene neue Motoren, sondern einen, auf dem die Konzentration der Ingenieure liegt.

Vinales schwärmt: „Motorrad heute fantastisch“
Teamkollege Maverick Vinales war am Dienstag schneller. Der Spanier fuhr 66 Runden und beendete den Tag an der zweiten Stelle. „Fantastisch! Ich fühlte mich sofort sehr gut und war sehr zufrieden“, äußert er sich euphorisch. „Wir sind gefahren, um das Motorrad besser zu verstehen und auch zu schauen, dass der Reifen länger hält. Das haben wir heute geschafft. Morgen werden wir dann sehen. Ich kann immer noch an meinem Fahrstil arbeiten und mich verbessern.“

„Ich habe den Rhythmus mit einem neuen und einem gebrauchten Reifen halten können. Das war der Punkt, den wir verbessern wollten und haben das geschafft. Das Motorrad hat heute fantastisch funktioniert“, betont der WM-Dritte. „Für morgen haben wir Reifen gespart, weil wir noch am Set-up arbeiten müssen. Heute bin ich mit dem harten Rennreifen gefahren und ich fühlte mich gut.“

Detailliert wollte Vinales das neue Motorrad nicht bewerten. Wichtig war für ihn, dass er sich sofort wohlfühlte: „Ich versuche das beste Set-up zu finden. Der Unterschied ist nicht groß, aber es war erst der erste Tag. Momentan ist es schwierig zu verstehen. Wichtig ist, dass ich konstant schnell fahren konnte. Ich bin konstant 1:30er-Runden gefahren. Das habe ich am Wochenende nicht geschafft.“

Rossi lobt seinen neuen Crew-Chief
Das Partnerteam Petronas konnte mit Fabio Quartararo und Franco Morbidelli erstmals die Carbon-Schwinge testen. Ihr Fazit fiel gemischt aus. Vinales verzichtet weiterhin darauf. „Als wir sie in Misano probiert haben, hat sie mir nicht gefallen. Es hat sich für mich nicht gut angefühlt und ich konnte nicht pushen“, lautet seine Begründung. Deswegen wird er sie momentan nicht noch einmal ausprobieren.

In der Box gibt es auf der Seite von Rossi mit David Munoz einen neuen Crew-Chief. Zum ersten Mal arbeitet der Spanier in einem MotoGP-Team. „Der erste Eindruck ist sehr positiv. Das war mir klar, weil ich David schon kenne“, sagt Rossi. Munoz arbeitete zuletzt im VR46-Moto2-Team. „Für ihn ist es aber erst der Beginn. Er muss studieren, die Daten checken und verstehen, wie dieses Motorrad funktioniert, weil er keinerlei Erfahrung hat.“

„Aber der erste Eindruck ist positiv. Ich fühle mich gut. Wir haben auch schon einige Änderungen vorgenommen und am Ende des Tages war ich besser unterwegs als zu Beginn. Es ist also positiv, aber wir brauchen Zeit“, so Rossi. Wie viel Zeit? „Schwierig zu sagen, aber nicht sehr lange. Vielleicht wird der Winter reichen. Wir brauchen natürlich auch Erfahrung an einem Rennwochenende, aber hinter ihm stehen alle japanischen Ingenieure.“

Text von G. Dirnbeck, Co-Autoren: M. Nugnes, G. Garcia

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