Casey Stoner - © Repsol

© Repsol – Casey Stoner wollte zu Saisonbeginn für Dani Pedrosa einspringen

Die ersten neun Rennen der Saison 2015 waren für einige Überraschungen gut. Die erwartete Dominanz von Weltmeister Marc Marquez blieb aus.

Lediglich bei vier von neun Rennen schaffte es der Honda-Werkspilot aufs Podium. Im Vorjahr gewann Marquez alle Rennen der ersten Saisonhälfte. Die Form von Altmeister Valentino Rossi war eine weitere Überraschung. Und auch Ducati überraschte zu Saisonbeginn die Fans.

„Die Saison hat ziemlich merkwürdig begonnen“, bemerkt Casey Stoner, der die MotoGP nach wie vor verfolgt. „Marc machte im ersten Rennen einen Fehler, Jorge hatte ein Problem mit seinem Helm, Valentino gewann und die Ducatis waren auch vorne dabei. Es war eine Menge los. Dann hatte Dani seine Armpump-Probleme und ich weiß nur zu gut, wie das ist.“

„Jeder war in dieser Saison zu irgendeinem Zeitpunkt einmal in Form und man dachte, dass sie ihre Form auch halten können. Realistisch gesehen war Jorge aber der einzige, der sie über ein Rennen hinaus halten konnte“, analysiert Stoner. „Die anderen dominierten zwar ein Wochenende, aber beim nächsten Rennen hatten sie dann schon wieder ein paar Schwierigkeiten. Es war bisher eine sehr merkwürdige Saison.“

Zwischenzeitlich war sogar ein Comeback von Frührentner Stoner möglich. Nachdem sich Honda-Werkspilot Dani Pedrosa ein drittes Mal wegen Armpump operieren ließ, bot Stoner Honda seine Dienste an. Doch die HRC-Verantwortlichen nahmen das Angebot nicht an und entschieden sich für Testpilot Hiroshi Aoyama. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto wollte vermeiden, dass Stoner die Erwartungen nicht erfüllen kann.

„Ja, es gab eine kleine Chance. Wir verstehen Hondas Standpunkt. Sie wollten zum Beispiel, dass ich konkurrenzfähig bin, wenn ich zurückkehre. Realistisch gesehen habe ich kein Interesse an Wildcard-Einsätzen, ich möchte keine Rennen mehr fahren. Es ging nur darum, dass ich einen Freund ersetzen würde, nämlich Dani Pedrosa“, berichtet Stoner. „Ich weiß, was er durchmacht.“

„Außerdem habe ich eine sehr gute Beziehung zu Honda und dem Team. Es wäre für mich ein Privileg gewesen und ich hätte auch keine Erwartungen gehabt, da ich auf einer Strecke gefahren wäre, auf der ich noch nie war. Ich wollte kein bestimmtes Ergebnis erzielen, ich wollte einfach für das Team fahren und sehen, wie es läuft“, schildert der zweimalige MotoGP-Champion, der nach der Absage von HRC etwas verärgert war. „Es war etwas enttäuschend, wie letztendlich alles gelaufen ist. Aber gleichzeitig kann ich es auch verstehen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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