Marc Marquez - © Repsol Media

© Repsol Media – Das MotoGP-Feld umfasste in der vergangenen Saison 23 Stammpiloten

Nachdem in der MotoGP-Saison 2011 nur noch 17 Stammpiloten in der Startaufstellung standen und am Ende der Saison Suzuki das Handtuch warf, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, das Feld aufzustocken. Mit der Einführung der CRT-Klasse wurde die MotoGP wiederbelebt. Nach zwei Jahren löste das Open-Format die CRT-Bikes ab. Seitdem ist der Wettbewerb wieder enger, doch vielen Fans ist das Reglement zu kompliziert.

Auch Superbike-Legende Carl Fogarty wird mit der Zweiklassengesellschaft nicht warm. Der Brite tut sich schwer, das Reglement vollkommen zu verstehen: „Man versucht, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, doch selbst die Insider kennen die Regeln nicht komplett“, wird Fogarty vom Motorradmagazin ‚Racer‘ zitiert. „Ich fragte Cal Crutchlow und er meinte: ‚Ich kenne mich auch nicht aus, Carl. Es ist ein Witz!'“

„Ich würde die MotoGP gern verfolgen, weil ich wissen möchte, wie sich Marquez im Vergleich zu Rossi schlägt und was die Briten machen. Doch es kommt mir vor, als ob da fünf Klassen in einer sind. Wie zum Teufel konnte die Serie in solch einem Chaos enden?“, fragt sich der viermalige Superbike-Weltmeister. „Die Verantwortlichen kreieren Klassen in den Klassen mit unterschiedlichen Reifen, unterschiedlichen Spritmengen und so weiter. Ich habe beinahe das Interesse verloren und weiß, dass es auch anderen Leuten so geht.“

„Können wir nicht nur eine Klasse haben? Die CRT-Klasse wurde doch auch nur geschaffen, damit sich Colin Edwards noch ein paar Jahre länger blamieren kann (lacht; Anm. d. Red.)“, scherzt Fogarty, der ab der Saison 2016 weniger Probleme haben dürfte, das Geschehen in der MotoGP zu verfolgen. In einem Jahr wird es ein einheitliches Reglement geben. Lediglich bei der Entwicklung und den damit verbundenen Testfahrten sollen Hersteller mit Rückstand bevorzugt werden.

Warum die Verantwortlichen Ende 2011 die CRT-Klasse kreierten, kann Fogarty nur bedingt nachvollziehen: „Sie haben zusätzliche Klassen eingeführt, um das Starterfeld zu vergrößern, weil das im Fernsehen besser aussieht. Doch man sieht die Motorräder im hinteren Feld gar nicht, weil die Kameras nur die Spitzenfahrer einfangen. Ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Fahrer in einer Klasse fahren möchte, in der er immer hinterherfährt. Vielleicht ist das Geld der Grund. Doch das hätte ich nie mit mir machen lassen“, stellt der charismatische Brite klar.

Text von Sebastian Fränzschky

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