© Ducati - Valentino Rossi fühlt sich auf der Ducati Desmosedici GP11 immer wohler

Bei den Testfahrten in Sepang glänzten weder Valentino Rossi noch Ducati mit schnellen Rundenzeiten. Der neunfache Weltmeister war konstant um Platz zehn zu finden. Von Tag zu Tag konnte sich der 31-Jährige steigern, doch schlussendlich betrug sein Rückstand auf die Spitze rund eine Sekunde. Auf der einen Seite feilten die Mechaniker rund um Technik-Guru Jeremy Burgess an der neuen Desmosedici GP11. Auf der anderen Seite plagte Rossi weiter die angeschlagene Schulter.

Der Gesundheitszustand ist aber schon wesentlich besser. Rossi konnte am letzten Tag gar 50 Runden auf dem anstrengenden Kurs abspulen. Er selbst bezifferte den Zeitverlust durch seine körperliche Schwäche auf etwa eine halbe Sekunde. Trotzdem war die Stimmung in der Garage sehr gut, wie Alex Briggs twittert: „Die Atmosphäre erinnert an 2004. Es ist sehr aufregend.“

Auch Burgess ist mit den Fortschritten zufrieden: „Jeden Morgen war Valentinos Schulter okay. Das ist also positiv. Beim Motorrad konnten wir gute Schritte machen. Wir haben zwei Motorräder, die unserer Meinung nach gut sind“, wird der Australier von ‚GPone.com‘ zitiert. „Das Motorrad für die Rennen liegt bei der Abstimmung zwischen diesen beiden. Wir kreieren ein Motorrad, das zu Valentinos Stil passt.“

„In Valencia sind wir Abstimmungen anderer Ducati-Piloten gefahren. Es war ganz anders als wir es von Yamaha gewohnt waren. Nach zwei Monaten sind wir mit einer für uns normaleren Abstimmung zurückgekehrt. Wir konnten uns gleich am ersten Tag stark verbessern. Seither haben wir nur wenig an der Aufhängung geändert.“

Wird es also keine radikalen Änderungen an der GP11 geben? „Prinzipiell müssen wir ein Gesamtbild unserer Einstellungen bekommen. Manche Motorräder reagieren sehr sensibel, andere nicht“, so Burgess. „Wenn wir verstehen, welche Resultate wir durch die Änderungen bekommen, wird die Arbeit viel leichter.“

Bewährte Komponenten

Ducati geht beim Bau der MotoGP-Maschine eigenständige Wege. Prinzipiell wird das Motorrad über die Airbox aus Karbon aufgebaut. Einen klassischen Rahmen gibt es nicht in der gewohnten Form. „Das ist nicht ganz richtig. Man könnte sagen, dass es zwei Chassis sind. Man ist also in einer glücklichen Situation. Bisher war das kein Problem für mich“, sagt der Australier.“

„Mit all den Teilen die unter dem Chassis liegen, also den Rädern, den Reifen, der Aufhängungen und der Bremsen, haben wir seit Jahren gearbeitet. Die einzigen neuen Komponenten sind der Motor und das Chassis. Bei beiden gibt es überhaupt keine Probleme.“ Burgess konzentriert sich also auf bekanntes Material und hält die Dinge simpel.

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
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