Valentino Rossi © RACE-PRESS.com

© RACE-PRESS.com - Valentino Rossi durchlebt bei Ducati eine schwierige Zeit

Albtraum statt Dream-Team. In seiner ersten Saison im Werksteam von Ducati erlebte Valentino Rossi seine schlechteste Saison der Königsklasse des Motorradsports.

Kein Sieg, nur eine Podiumsplatzierung und siebter Rang in der Gesamtwertung – die Saisonbilanz konnte den erfolgsverwöhnten Italiener nicht zufriedenstellen.

Dennoch hörte man von Rossi nur selten Unmutsäußerungen über sein Team, Kritik am Motorrad wurde meist konstruktiv formuliert. Für seinen Teamchef Vitoriano Guareschi ist dieses Verhalten eine Anerkennung der Anstrengungen von Ducati. „Valentino hat gleich verstanden, dass wir daran arbeiteten, das Motorrad zu verbessern. Wir haben verstanden, was er will und haben die notwendigen Änderungen am Motorrad vorgenommen“, wird der Italiener von ‚Motocyle News‘ zitiert.

Diese Einschätzung wird von Davide Brivio geteilt: „Ich glaube er sieht, wie hart sie arbeiten, daher fällt es ihm schwer, sie zu kritisieren oder sich zu beklagen. Die Ingenieure wollen dem Motorrad zum Erfolg verhelfen. Sie haben im vergangenen Jahr drei Motorräder gebaut, da fällt es schwer, etwas Negatives zu sagen“, sagt Brivio, der seit der gemeinsamen Zeit bei Yamaha ein enger Vertrauter Rossis ist.

Nach den Eindrücken der Testfahrten muss sich Rossi auch 2012 in Geduld üben. Auch die neue GP12 scheint nicht der große Wurf zu sein, mit dem der Anschluss an die Spitze hergestellt wird. Bei den Tests fehlte Ducati im Schnitt eine Sekunde auf Honda und Yamaha. Für Guareschi besteht dennoch kein Grund zur Besorgnis: „Wir brauchen Zeit zur Entwicklung, da war ein völlig neues Motorrad bauen mussten. Valentino hat das erkannt und deswegen die Ruhe bewahrt.“

Trotz ausbleibender Erfolge hat der Teamchef keine Zweifels an der Motivation seines Piloten: „Er ist zwar nicht mehr so jung wie 2004, als er zu Yamaha kam, aber er ist immer noch sehr motiviert.“ Guareschi ist überzeugt: „Mit guter Unterstützung kann Valentino um Siege kämpfen.“ Die beste Basis dafür wäre ein gutes Rennen in Katar: „Es wäre wichtig, wenn er gut in die Saison starten würde und Kontakt zur Spitze hält.“

Brivio hat jedoch Zweifel, ob Rossi bei weiterhin ausbleibenden Erfolgen nicht doch irgendwann resigniert: „Valentino ist immer noch motiviert, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie lange er seine Motivation noch aufrechterhalten kann, wenn keine Resultate kommen. Er braucht ein Erfolgserlebnis, um weiterhin motiviert zu sein. Er will wieder an der Spitze des Feldes kämpfen.“

Text von Markus Lüttgens

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