Scott Redding - © BMW Motorrad

© BMW Motorrad – Vor allem im Samstagsrennen war Scott Redding konkurrenzfähig

(Motorsport-Total.com) – Das Estoril-Wochenende ist für BMW von der schweren Verletzung Michael Van der Marks überschattet worden.

In Szene setzen konnte sich sein Teamkollege Scott Redding. Vor allem der Samstag verlief für den Briten durchaus positiv.

In der Superpole qualifizierte sich Redding als Vierter in der zweiten Startreihe. Im ersten Rennen mischte er lange in den Top 5 mit, ehe der Vorderreifen nachließ und Redding die Zielflagge schließlich als Achter sah.

„Nach dem ersten Rennen haben wir für das Superpole-Rennen und für Rennen 2 eine Änderung am Motorrad vorgenommen“, schildert der 29-Jährige. „Aber aufgrund der Wetterbedingungen entschied ich mich für den SC0-Reifen, weil ich dachte, das würde den Problemen helfen.“

Im Superpole-Rennen war Redding nicht so konkurrenzfähig und wurde Siebter. „Für Rennen 2 nahmen wir den SCX-Reifen. Aber es war gleich. Ich hatte keinen Drive am Kurvenausgang und konnte auch nicht gut verzögern.“

Das zweite Rennen verlief schwierig und Redding kam als Elfter ins Ziel. „Die Änderungen beim Motorrad haben nicht funktioniert. Im ersten Rennen ist es auf der Bremse viel besser gewesen. Wir wollten es probieren, aber nun wissen wir, dass uns die Änderungen nicht geholfen haben.“

„Der Rest des Wochenendes war recht positiv. Trotzdem war ich der beste BMW-Fahrer und es war ein besseres Wochenende. Wir hätten bei der Abstimmung bleiben sollen, die okay war und stattdessen mit den Reifen spielen sollen. Es ist noch eine steile Lernkurve.“

„Für unsere Situation waren wir aber ziemlich schnell. Man kann dann eigentlich nur in die falsche Richtung gehen. Es war ein großer Schritt bei der Abstimmung. Wir hätten das vielleicht das nächste Mal im Training probieren sollen und nicht im Rennen. Aber wir lernen daraus.“

Loris Baz mit Stürzen in der Superpole und im Superpole-Rennen
Redding war in Portugal in allen drei Rennen der beste BMW-Fahrer. Loris Baz wurde in Lauf 1 Zehnter und Eugene Laverty 15. Im Superpole-Rennen sahen beide durch Stürze nicht die Zielflagge. Baz eroberte in Rennen 2 Platz zwölf und Laverty wurde 14.

„Ich habe mich selbst nicht in die beste Ausgangslage gebracht“, spricht Baz seinen Sturz in der Superpole an. Im Warm-up am Sonntag fuhr er die M1000RR zum ersten Mal im Nassen, aber im Superpole-Rennen flog er auf feuchter Strecke per Highsider ab.

„In Rennen 2 hatte ich wie am Samstag noch Probleme mit der Bremse und habe mich am Kurveneingang nicht wohlgefühlt. Es war sehr feucht und es hat in ein paar Kurven geregnet. Wir hatten einfach zu wenig Grip am Hinterreifen“, schildert der Franzose.

„Ich hatte nicht das nötige Feeling, um schneller zu fahren. Im Moment kämpfen wir nicht um den Sieg oder das Podest. Doch das müssen wir akzeptieren und so hart arbeiten, wie wir können. Ich hoffe, dass wir bis Misano einen großen Schritt nach vorn machen werden.“

Durchwachsenes Fazit von Eugene Laverty
Auch Laverty zieht ein durchwachsenes Fazit: „Die größte Enttäuschung für mich war mein Crash im Superpole-Rennen. Ich hatte den achten Platz sicher und bin auf eine nasse Stelle gekommen, hatte einen heftigen Crash, habe das Bike zerstört und den Mechanikern Arbeit beschert.“

„Im zweiten Rennen hatte ich Bremsprobleme. Ein Wochenende zum Vergessen. Generell schien das Motorrad auf eine Runde gut zu funktionieren. Aber wir haben nach ein paar Runden Probleme mit dem Hinterreifen. Es ist klar, dass ich etwas anderes brauche, denn ich bin ein kleinerer Fahrer.“

Nach drei Rennwochenenden in der Superbike-Saison 2022 ist Baz als WM-Zehnter der beste BMW-Fahrer. Redding folgt als Elfter. In der Herstellerwertung ist BMW auf dem fünften und letzten Platz zu finden.

„Das Wochenende hat mit der Verletzung von Michael extrem schwierig angefangen“, seufzt Marc Bongers, der Motorsportchef der Sparte Motorrad bei BMW. „Wir hoffen, dass wir bald Neuigkeiten bekommen, wie schnell er sich erholen kann.“

„Auf Scotts Seite gab es einige Lichtblicke und Highlights. Für das letzte Rennen am Sonntagnachmittag wollten wir noch einen Schritt nach vorn machen, um uns in unserem schwächsten Sektor, dem letzten Sektor, zu verbessern. Leider war dies ein Fehlschritt.“

„Aus dieser Situation haben wir gelernt. Insgesamt bin ich zufrieden damit, wie das Wochenende für Scott verlaufen ist, da wir auf Basis des Tests zuvor in Portimao eine gute Stabilität im Motorrad hatten, und das ist eine gute Grundlage für die weitere Arbeit. Nun gilt es wieder, die Daten zu analysieren und die Basis für Misano Schritt für Schritt zu verbessern.“

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Sebastian Fränzschky

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