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© LAT – Cal Crutchlow geht schwer angeschlagen in das Sachsenring-Wochenende

(Motorsport-Total.com) – Ob Cal Crutchlow an diesem Wochenende beim Motorrad-Grand-Prix von Deutschland auf dem Sachsenring wie vorgesehen fahren kann, ist offen.

Der LCR-Honda-Pilot hielt sich nach der Dutch TT, die er am Sonntag auf P7 beendet hat, noch bis Mittwoch dieser Woche in Assen auf. Dort hatte er einen unglücklichen Fahrradunfall und hat sich am rechten Knie verletzt. Inwiefern ihn die Verletzung beim Fahrern seiner Honda RC213V einschränkt, werden die ersten Trainingsrunden am Freitag zeigen müssen.

„Leider habe ich eine Knieverletzung. Sie ist gestern in Assen passiert“, sagt Crutchlow am Donnerstag bei seinem Medientermin am Sachsenring und berichtet, wie sich der unglückliche Vorfall zugetragen hat: „Irgendwie fühlte ich mich nicht wohl auf meinem Rad. Ich stieg ab, um die Sattelhöhe zu checken. Es war eine Straße mit Kopfsteinpflaster.“

Schienbein gebrochen, Kreuzband verletzt
„Ich war halb über das Rad gebeugt, um nach dem Sattel zu schauen, als ich mit meinem Schuh auf dem Kopfsteinpflaster ausgerutscht bin. Ich schlug mit dem Knie heftig auf dem Boden auf. Dabei habe ich mir das Schienbein im oberen Bereich gebrochen und das Kreuzband im Knie ist offenbar komplett gerissen“, so der Brite.

Am Donnerstagmorgen, nach seiner Ankunft in Deutschland, wurde Crutchlow von Ärzten im Krankenhaus in Lichtenstein in der Nähe des Sachsenring „einiges an Flüssigkeit aus dem Knie entfernt“, wie er sagt. „Wäre die Flüssigkeit weiß gewesen, wäre alles in Ordnung. Sie war aber stark mit Blut durchsetzt. Ich musste daraufhin ein MRT durchführen lassen und dabei wurde das bestätigt, was vermutet wurde. Ob ich morgen fahren kann, weiß ich noch nicht.“

Das Problem, das der LCR-Honda-Pilot mit Blick auf Freitag und das weitere MotoGP-Wochenende hat: „Heute morgen konnte ich mein Knie überhaupt nicht bewegen. Nachdem mir dann Flüssigkeit entnommen wurde, ging es. Das ist aber ab morgen keine Option mehr, weil es eine Vorschrift gibt, wonach am Rennwochenende nicht mit Nadeln gearbeitet werden darf [um fahren zu dürfen].“

Zweite schwere Verletzung innerhalb von neun Monaten
„Was das Fahrrad betrifft, so würde ich am liebten gleich heute wieder aufspringen, um zu sehen, ob ich damit fahren kann. Die Ärzte haben mir das aber untersagt“, so Crutchlow, der am Mittwoch in den Niederlanden direkt nach seinem unglücklichen Sturz „noch die restlichen 30 Kilometer unserer Tour zurückgelegt“ hat, wie er sagt. Der Brite war zum Zeitpunkt des Unfalls mit zwei Kollegen unterwegs.

Erst im Oktober 2018 hatte sich Crutchlow bei einem schweren Sturz mit seiner LCR-Honda auf Phillip Island (Australien) den rechten Knöchel gebrochen und hatte daraufhin den Rest der Saison aussetzen müssen. Sein Renn-Comeback gab er beim Saisonauftakt 2019 im März in Katar.

Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: David Gruz

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