BMW - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Sieht man die Marke BMW in Zukunft in der WSBK und in der MotoGP?

(Motorsport-Total.com) – Jahrelang erteilte BMW der MotoGP eine klare Absage und betonte immer wieder, dass die Königsklasse nicht die richtige Bühne ist, um die Marke und deren Produkte zu bewerben.

Die Münchner konzentrierten sich unter der Leitung von Markus Schramm auf die Superbike-WM. Im vergangenen Jahr gab es im November einen Wechsel an der Spitze von BMW Motorrad. Markus Flasch, der neue CEO, kann sich ein BMW-Engagement in der MotoGP durchaus vorstellen.

Vorgänger Markus Schramm war verantwortlich für die werksseitige Rückkehr in die Superbike-WM. In der WSBK-Saison 2019 trat BMW in Kooperation mit Shaun Muir Racing (SMR) und den Fahrern Tom Sykes und Markus Reiterberger in der seriennahen Meisterschaft an.

Das WSBK-Projekt entwickelte sich über die Jahre weiter. Unter Markus Schramm wurde zudem die Marke M eingeführt. Seit der WSBK-Saison 2021 tritt BMW mit der M1000RR an.

Angesprochen auf die MotoGP erteilte Markus Schramm immer wieder Absagen. Er lieferte stets ein klares „Nein“ zum Einstieg in die Königsklasse. Nachfolger Markus Flasch hingegen will das „Motorsport-Engagement weiter stärken“. Im Gespräch mit der MOTORRAD spricht der neue CEO von BMW Motorrad über die Zukunft der Marke im Rennsport.

„Ich bin ein absoluter Verfechter von Motorsport. Als Leiter von BMW M habe ich damals die Zusammenführung der BMW M GmbH mit BMW Motorsport entschieden. Es ist für mich unumstritten, dass gut gemachter Motorsport einen echten Beitrag zur Markenstärke und Begeisterung innerhalb der Marken-Community leistet“, erklärt der neue BMW-CEO.

BMW übt Kritik am Kalender der Superbike-WM
„Natürlich schauen wir uns genau an, wie sich die Superbike-WM weiterentwickelt als Format und ob das für uns das Richtige ist – von der Streckenauswahl, dem Kalender, dem Feld und der Technologie“, bemerkt Markus Flasch.

Es ist klar, dass BMW mit dem 2024er-Kalender der Superbike-WM alles andere als zufrieden ist. Die Meisterschaft findet nach dem Saisonauftakt in Australien ausschließlich in Europa statt. Es gibt keine Rennen in Nordamerika, Südamerika oder Asien. Diese Regionen sind für BMW wichtige Märkte.

„Ich spreche nicht nur für BMW sondern für alle Hersteller. Wir haben den Kalender bemängelt“, erklärt BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers auf Nachfrage von Motorsport-Total.com.

„Wir haben den Wunsch geäußert, einen WM-würdigen Kalender zu haben“, bemerkt Marc Bongers. „Diese Nachricht ist bei der Dorna angekommen und ich hoffe, dass in Zukunft darauf reagiert wird.“

Kündigen die personellen Änderungen ein MotoGP-Projekt an?
CEO Markus Flasch wird deutlicher: „Wir haben auch ein Augenmerk darauf, zu entscheiden, ob das das einzige Engagement bleibt, mit der Langstrecken-WM und der IDM zusammen. Oder ob wir zusätzlich andere Formate wählen.“

Ab Juni wird es in der BMW-Rennabteilung weitere personelle Anpassungen geben. Marc Bongers kann sich voll auf die Superbike-WM konzentrieren. Sven Blusch wird neuer Leiter für den kompletten Bereich Rennsport (mehr Informationen zum Thema). Ist das der Vorbote für den MotoGP-Einstieg?

„Das wird noch keine Entscheidung für die eine oder andere Serie vorwegnehmen“, stellt CEO Markus Flasch klar, bemerkt aber parallel dass die „Superbike-WM nicht die einzige Option“ für BMW ist.

Zum Thema MotoGP wird Markus Flasch deutlicher: „BMW M ist seit Jahren Fahrzeugpartner der MotoGP. Als BMW M-Chef war ich bei sämtlichen Rennen, ich kenne die Verantwortlichen, und wir sind dort eine präsente Marke.“

„Dass es für uns aber Sinn machen muss, ist klar, und deshalb schauen wir uns das genau an. Ausschließen würde ich es nicht“, erklärt der neue CEO von BMW Motorrad.

Auf Grund der Regeländerungen für die MotoGP-Saison 2027 bietet sich für BMW eine gute Chance für einen Einstieg, denn nach dem Ende der Saison 2026 beginnt eine neue Regelära, bei der die Karten für alle Hersteller neu gemischt werden.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert