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© GP-Fever.de – Valentino Rossi ist wieder ganz oben angekommen: Sechs Punkte vor Vinales

Der dritte Saisonlauf der MotoGP-Weltmeisterschaft 2017 sah ein neues Siegergesicht in diesem Jahr und den ersten Führungswechsel an der Spitze der WM-Tabelle.

Erstmals seit Malaysia 2015 führt nun Valentino Rossi die Wertung an. Der Italiener konnte in den ersten drei Läufen auf das Podium fahren, sechs Punkte trennen ihn von Yamaha-Teamkollegen Maverick Vinales. Die Siegesserie des Spaniers ist in Austin durch einen Sturz gerissen. Marc Marquez brachte sich mit seinem fünften Texas-Triumph zurück in Stellung.

„Das ist eine große Überraschung, speziell für uns, weil wir nach den Tests sehr deprimiert waren“, schildert ein glücklicher Valentino Rossi nach dem Rennen auf dem Circuit of The Americas. Der Italiener blieb in der Saisonvorbereitung und in den Trainings weit hinter den Erwartungen, in den Rennen konnte er sich bisher immer deutlich steigern. Das Resultat sind zwei zweite und ein dritter Platz bisher.

„Wir haben einfach mehr Zeit benötigt, um das Bike zu verstehen, wie man es fahren und abstimmen muss. Das waren jetzt aber erst drei Rennen“, versucht er zu beruhigen. „Nun wird es sehr schwierig werden, diese Position zu halten. Vor allem mit Vinales und Marquez, die immer sehr schnell sind. Aber natürlich ist das toll.“ Denn seit mehr als einem Jahr konnte Rossi die Meisterschaft nicht mehr anführen. 2015 konnte er seinen Vorsprung beim letzten Saisonrennen in Valencia nicht halten, der zehnte Titel rückte in weite Ferne.

Rossi: Erster Sieg 2017 hat oberste Priorität
Diesmal droht die starke Konkurrenz durch Vinales im eigenen Team und Titelverteidiger Marquez die Führung zu gefährden. Außerdem weiß Rossi, dass er nur dank Fehler der anderen in diese Position kommen konnte. Marquez stürzte in Argentinien, Vinales in den USA. Außerdem fehlt dem „Doktor“ noch ein Sieg, er muss bereits seit Barcelona 2016 auf einen Erfolg warten. „Jedes Mal, wenn eine neue Saison beginnt, ist mein erstes Ziel, ein Rennen zu gewinnen. Das ist auch in diesem Jahr so.“

Vor dem Europa-Auftakt in Jerez möchte er den Moment aber erst einmal genießen. „Jetzt kommen wir nach Europa, ein großartiger Saisonabschnitt. Ich mag die Strecken in Jerez, Le Mans, Mugello, Barcelona und Assen, ich fahre sehr gerne dort. Das sind Strecken mit denen ich fantastische Erinnerungen teile. Mit dem MotoGP-Bike ist es ein Genuss, dort zu fahren“, schwärmt der Altmeister. Er weiß dennoch: „Wir müssen einfach konzentriert bleiben und das Maximum versuchen.“

Rossis Formsteigerung ringt auch Marquez Respekt ab. Der Spanier liegt nun 18 Zähler hinter Rossi auf dem dritten WM-Rang. Nach dem Sturz in Termas de Rio Hondo kämpfte er sich mit seinem fünften Austin-Sieg in Serie wieder ins Titelrennen zurück. „Das war ein perfektes Rennen für mich. Zum Glück bin ich jetzt wieder im Kampf um die Weltmeisterschaft“, freut er sich.

Marquez wieder im Titelrennen – „Früher oder später“ Duell mit Vinales
„Der Fehler in Argentinien war groß, daher wollte ich den nicht wiederholen. Nach Argentinien hörte ich ein paar Kommentare, die meinten, dass ich jetzt aus dem Rennen um den Titel sei. Jetzt sind wir aber wieder dabei. Die Saison ist immerhin noch sehr lang“, betont der Weltmeister. „Valentino führt die Meisterschaft jetzt an. Er war in der Saisonvorbereitung und in den Trainings nicht der Schnellste, aber er fuhr bisher am konstantesten. Davor habe ich großen Respekt.“

Der Spanier vergisst aber auch nicht auf seinen Landsmann: „Es wäre vielleicht etwas schwieriger geworden mit Maverick im Rennen.“ Zwar sei auch Rossi manchmal schneller als der Yamaha-Neuling, doch früher oder später werde es zu einem direkten Duell der beiden auf der Strecke kommen, glaubt Marquez. „In den ersten Rennen war ich teilweise weit weg“, weiß er und ergänzt mit einem Lächeln: „Auch in der MotoGP sollte die letzte Runde noch spannend und aufregend sein. Aber ich bin sicher, dass das noch der Fall sein wird.“

Der Yamaha-Pilot, der die ersten beiden Saisonrennen für sich entscheiden konnte, musste in Austin einen Dämpfer verkraften. Nach seinem Sturz am Ende der zweiten Runde war klar, dass es kein spanisches Duell um den Sieg geben werde. „Marc und ich hatten hier eine eigene Pace“, weiß Vinales. Er richtet Marquez aus: „Wir wissen, dass wir gegeneinander kämpfen können. Noch liegt er hinten, ich bin aber ruhig, was das angeht.“ Zwölf Punkte fehlen dem Honda-Piloten auf Vinales.

Text von Maria Reyer & David Emmett

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