Jorge Lorenzo - © LAT

© LAT – Jorge Lorenzo stichelte nach seinem
Sieg in Mugello gegen Ducati

(Motorsport-Total.com) – Die erste Saisonhälfte hielt für das Ducati-Werksteam einige Überraschungen bereit.

Andrea Dovizioso startete in Katar mit einem Sieg in die Saison, schaffte es bei den folgenden acht Rennen aber nur ein weiteres Mal auf das Podium. Teamkollege Jorge Lorenzo glänzte in Mugello und Barcelona. Aber auch die anderen Ducati-Piloten fuhren ordentliche Ergebnisse ein. Laut Ducati-Corse-Chef Luigi Dall’Igna konnte eine „gute Balance in Sachen Motor und Fahrbarkeit“ erreicht werden. „Unsere Elektronik arbeitet ebenfalls gut“, fügt er im Gespräch mit ‚Cycle World‘ hinzu.

„Unser Motorrad funktioniert im Moment sehr gut mit unterschiedlichen Fahrstilen. Es funktioniert auch gut auf unterschiedlichen Strecken. Es ist wichtig, dass man den Fahrern die passenden Werkzeuge gibt, damit sie ihr Potenzial zeigen können, unabhängig davon wie und wo sie fahren. Ich denke, wir haben einen guten Kompromiss gefunden“, beschreibt Dall’Igna.

Zahlreiche Diskussionen gab es, als Lorenzo plötzlich zu alter Stärke fand und zwei Rennen gewann. Zwischen den beiden Siegen verkündete Lorenzo seinen Wechsel zu Honda. „Jorges Erfolg ist ein Erfolg für jeden, der für das Ducati-MotoGP-Projekt arbeitet“, betont Dall’Igna.

Genervt wirkt der Ducati-Verantwortliche, als erneut die Tankform angesprochen wurde, die laut Lorenzo den Unterschied ausmacht. „Wir haben zu viel darüber gesprochen. Diese Tankverkleidung ist nur ein Teil von vermutlich 100 Verbesserungen, die wir am Motorrad vorgenommen haben. Es ist offensichtlich, dass wir diese Ergebnisse nicht erreichen konnten, indem wir lediglich die Tankform änderten. Es war das komplette Paket, das es Lorenzo ermöglichte, um den Sieg zu kämpfen“, stellt der Ducati-Stratege klar.

Lorenzo stichelte nach dem Sieg beim Ducati-Heimspiel in Mugello gegen seinen Noch-Arbeitgeber. Der Spanier kritisierte, dass die Ingenieure 18 Monate gebraucht hätten, um auf seine Wünsche einzugehen. Dall’Igna reagiert gelassen: „Alle sollten weniger sprechen. Alle. Es gibt nichts mehr zu erzählen. Es ist gelaufen. Ende. Eine neue Seite wurde aufgeschlagen. Wir sollten nach vorne schauen.“

Im restlichen Saisonverlauf wird Lorenzo laut Dall’Igna genau so behandelt wie Dovizioso. Der Wechsel zu Honda ändert daran nichts. „Jorge ist für unser Unternehmen eine große Investition. Es wäre in vielerlei Hinsicht dumm, ihn nicht bestmöglich zu unterstützen“, bemerkt der Italiener.

In der MotoGP-Saison 2019 übernimmt Danilo Petrucci die Werks-Ducati von Lorenzo. Bei Pramac möchten sich mit Jack Miller und Francesco Bagnaia zwei junge Talente für das Werksteam empfehlen. Die beiden Pramac-Piloten behält Dall’Igna im Auge. „Ich vertraue ihnen nicht nur. Ich denke, diese Fahrer könnten die Zukunft von Ducati sein“, so der Ducati-Corse-Chef.

Text von Sebastian Fränzschky

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Eine Antwort auf Ducati: Das Thema Jorge Lorenzo ist für Dall’Igna abgehakt

  1. Bernd Neuhaus

    Das Schlimme bei Lorenzo ist es, dass immer andere schuld sind. Jetzt ist es Ducati, die 18 Monate gebraucht haben, bis das Mopped für ihn bereit war. Und er zieht über seinen Noch-Arbeitgeber her. Ein echter Protest wäre es, wenn er seinen Gehaltsscheck zurückgibt.

    Aber sowas kennen wir ja schon vom Helm und anderen Sponsoren.
    Ich würde dem keinen Pfennig sponsern, denn wer über den alten Sponsor herzieht macht es beim neuen genauso.

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