Jorge Lorenzo - © LAT

© LAT – Jorge Lorenzo gewann in der
Saison 2018 drei Rennen mit Ducati

(Motorsport-Total.com) – Am vergangenen Freitag präsentierte Ducati das MotoGP-Team für die Saison 2019. Der neue Look der Desmosedici soll ein neues Kapitel aufschlagen.

Ein kräftigeres Rot, ein noch runderes Technikpaket und mehr Teamgeist sollen Ducati in der Saison 2019 zum Titel führen. Der Grundstein für die neue Saison wurde aber bereits in den vergangenen Jahren gelegt. Ex-Ducati-Pilot Jorge Lorenzo kostete Ducati viele Millionen, scheiterte deutlich am WM-Titel, war für Ducati aber im Nachhinein eine gute Investition, meint Ducati-CEO Claudio Domenicali.

„Die Investition war sehr groß, aber auch der Nutzen. Jorge half uns dabei, einige Bereiche des Motorrads zu adressieren, die wir verbessern mussten. Ein großer Teil der Fortschritte ist auf ihn zurückzuführen“, lobt Domenicali die Arbeit des dreimaligen MotoGP-Champions.

„Er ist ein sehr guter Fahrer. Er war auch sehr gut darin, uns dabei zu helfen, die Situation zu verstehen. Andrea (Dovizioso) äußerte ähnliche Kommentare, doch man kann Zweifel leichter umgehen, wenn man zwei Fahrer vom gleichen Niveau hat und diese gleiche Feedbacks geben. Es war absolut klar, was zu tun ist. Das war sehr positiv“, fasst Domenicali zusammen. „Ich denke also, wir haben eine sehr gute Investition getätigt.“

Mit der Trennung von Ducati ging für Lorenzo ein Kapitel zu Ende. Noch vor dem ersten Ducati-Sieg des Spaniers fielen die Würfel für die Zukunft. Es folgten Siege in Mugello, Barcelona und Spielberg. Das Timing meinte es nicht gut mit der Ehe Lorenzo/Ducati. „Im Leben geht es darum, zu lernen. Wir sind offen und denken, dass es niemanden gibt, der keine Fehler macht. Wir lernen als Team sehr viele technische Aspekte, aber auch menschliche Dinge. So ist es im Leben“, kommentiert Domenicali die Trennung von Lorenzo.

„Wir hatten eine sehr gute persönliche Beziehung zu Jorge. Nur das Timing war nicht perfekt. Das ist nicht seine Schuld, es ist auch nicht unsere Schuld. Es ist wie es ist. Wir denken, dass wir zwei positive gemeinsame Jahre hatten. Wir gewannen Rennen, wir verbesserten das Motorrad und wir schauen sehr optimistisch in die Zukunft“, so der Ducati-Geschäftsführer. „Wir erlebten viele Höhen und Tiefen, wir lernten dazu und jetzt schauen wir sehr optimistisch auf 2019.“

Text von Sebastian Fränzschky, Co-Autor: Matteo Nugnes

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