Jorge Lorenzo - © Ducati

© Ducati – Ein Bild, an das sich Fans 2017 gewöhnen müssen: Jorge Lorenzo in Ducati-Rot

Nicht nur in den sieben Jahren, die Jorge Lorenzo und Valentino Rossi als Teamkollegen bei Yamaha mal mehr und mal weniger friedlich miteinander verbrachten (2008-2010, 2013-2016), wurde der Spanier immer wieder mit dem neunfachen MotoGP-Champion verglichen.

Auch nach Lorenzos Wechsel zu Ducati reißt dieser Vergleich nicht ab. Schließlich versuchte bereits Rossi, dass rote Biest zu zähmen – mit wenig Erfolg.

Die Hoffnung auf eine italienische Traumehe platzte nach zwei enttäuschenden Jahren mit gerade einmal drei Podestplätzen für Rossi, der zurück zu Yamaha wechselte und seitdem drei Mal Vize-Weltmeister wurde. Nun will Lorenzo seine eigene Geschichte bei Ducati schreiben – und peilt selbstbewusst den ersten WM-Titel der Roten seit Casey Stoners Triumph im Jahr 2007 an, dem ersten und einzigen Weltmeisterschaftssieg für Ducati.

„Mein Ziel ist es nicht, die Ergebnisse von Valentino zu überbieten“, stellt Lorenzo klar und macht die Unterschiede zwischen damals und heute aufmerksam: „Er ist in einer ganz anderen Zeit gefahren, unter anderen Umständen und mit anderen Leuten, auch wenn das vielleicht nicht alle, aber doch viele betrifft. Die Crew war eine andere, das Bike war anders, die Reifen auch.“ Damals fuhr man mit Bridgestone-Reifen, 2016 kehrte Michelin zurück.

Deshalb sei die aktuelle Situation bei Ducati völlig neu zu bewerten, findet Lorenzo. „Es sind andere Fahrer, die technische Verantwortlichkeit liegt bei anderen, die Reifen sind neu und daher ist auch zu erwarten, dass die Performance des Motorrads eine andere ist“, sagt der 29-Jährige. Er hält nicht viel von den immer wiederkehrenden Rossi-Vergleichen: „Ich vergleiche das nicht und ich konzentriere mich nicht auf das, was in der Vergangenheit passiert ist.“

Eine Einstellung, die sich schon bei den ersten Testfahrten 2017 als die richtige erwies. Dort war Lorenzo am letzten Testtag mit seiner schnellsten Runde nur noch vier Zehntelsekunden von der Spitze entfernt. Mit etwas Feintuning sei noch mehr drin, versicherte der Spanier. Sein Ex-Teamkollege Rossi hat ihn für den Saisonauftakt am 26. März 2017 jedenfalls auf der Rechnung: „Er kann um den Sieg kämpfen“, glaubt der Italiener.

Text von Juliane Ziegengeist & David Emmett

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