Andrea Dovizioso, Casey Stoner - © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso weiß, dass er von Casey Stoners Knowhow profitieren kann

Beim Sepang-Test der MotoGP vergangene Woche lieferte Casey Stoner Ducati nicht nur wichtiges Feedback, sondern sorgte auch mit einer Tagesbestzeit zum Auftakt für Aufsehen und unterstrich, dass er nach Jahren der Rennabstinenz nichts verlernt hat.

Auch am dritten Testtag lag der zweifache MotoGP-Weltmeister mit nur 0,271 Sekunden Rückstand auf die Spitze in unmittelbarer Schlagdistanz.

Werkspilot Andrea Dovizioso, der 2017 in seine fünfte Saison bei Ducati geht, hatte sich am ersten Tag noch hinter Testpilot Stoner einreihen müssen, war zum Finale dann aber besser und fuhr mit 1:59,553 Minuten die drittschnellste Zeit. Von Stoners Performance war er weder überrascht noch eingeschüchtert: „Es ist nicht das erste Jahr. Ich kenne ihn gut. Jeder weiß, dass er schnell ist, und das obwohl er gar keine Rennen mehr fährt.“

In erster Linie seien Stoners Testfahrten wichtig für das Team und die Arbeit an der 2017er-Desmosedici. „Die Tests, die er für uns macht, bringen uns weiter. Man bekommt mehr Feedback von einem schnellen Fahrer und kann vergleichen“, erklärt Dovizioso im Gespräch mit ‚motorsport-total.com‘. „Auch wenn er die Rundenzeit mit einem weichen Reifen und nicht mit unserem Reifen gefahren ist, sein Speed ist faszinierend.“

Schon im vergangenen Jahr sei der Australier bei Tests mitunter schneller gewesen. Dovizioso erinnert sich: „Wir landeten auf dem vierzehnten Platz oder so. Ich war nicht sehr schnell, da das Bike noch ganz am Anfang stand. Er war etwas schneller.“ Dennoch könne er darüber nur positiv sprechen, von Konkurrenzdenken keine Spur: „Das ist kein Problem. Er gehört zum Team“, gibt sich Dovizioso ganz diplomatisch.

Dass Stoner trotz der Testerfolge ein Comeback weiterhin ausschließt und keine Rennen mehr fahren will, begrüßt Dovizioso dann aber doch. „Ich denke, darüber ist jeder glücklich“, lacht er. Ob Stoner auch über die Renndistanz so stark wäre, daran hat der Ducati-Werkspilot ohnehin seine Zweifel: „Ich glaube, er ist einfach nicht in der besten Verfassung, um Rennen zu fahren. Er trainiert nicht, um Rennen zu fahren.“

„Ich weiß nicht, ob er von Anfang bis Ende ein gutes Rennen fahren könnte. Aber seine Geschwindigkeit ist außergewöhnlich“, betont Dovizioso noch einmal. Ende 2012 hing Stoner seine Rennkarriere an den Nagel, seit 2016 ist er als Testfahrer für Ducati tätig. Für den italienischen Hersteller holte er 2007 den einzigen WM-Titel. Comeback-Gerüchte wiegelte er ab: „Ich habe kein Interesse daran, wieder Rennen zu fahren.“

Text von Juliane Ziegengeist

Motorsport-Total.com
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