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Er zeigte 2019 in seiner ersten MotoGP-Saison groß auf. Fabio Quartararo hat für die Saison 2020 auf der M1 von Petronas-Yamaha viel vor und nimmt sich für jeden Sonntag einen Podiumsplatz und am besten gleich den Sieg als Ziel. Dieses Vorhaben ist für den starken Piloten nicht nur daher gesagt, denn die Erwartungen und Hoffnungen an den Franzosen sind groß. In Jerez sicherte er sich nach einem Crash des Multi-Weltmeisters Marco Marquez seinen ersten GP-Sieg, der allem Anschein nach erst der Anfang einer Serie an Gewinnen sein könnte. In dieser Saison geht es für Quartararo darum, den Entscheidern im Fahrerlager von Yamaha zu beweisen, dass sie für ihren neuen Werkspiloten 2021/22 die richtige Entscheidung getroffen haben.

Fabio Quartararo im Porträt

Fabio Quartararo kann wahrlich als talentiertester französischer GP-Piloten seit über sieben Jahrzehnten der MotoGP Weltmeisterschaft bezeichnet werden. Der am 20. April 1999 in Nizza geborene Franzose zeigte schon in der Moto3 groß auf und sicherte sich in Spanien insgesamt sechs Meisterschaften. In der Moto2 schaffte er es 2018 auf den insgesamt zehnten Platz und holte sich bereits einen Sieg sowie einen zweiten Platz. Sein Talent blieb nicht unentdeckt, sodass er 2019 bei Petronas-Yamaha ins MotoGP-Team aufgenommen wurde. Bereits während seiner Anfangszeit in der Königsklasse sorgte er für grandiose Nachrichten und wurde mehrmals ausgezeichnet.

Sein erster GP-Gewinn in Jerez ist nur der Anfang

Seinen ersten Sieg sicherte sich der Franzose beim Gran Premio Red Bull de España in Jerez am 19. Juli 2020. Es handelte sich um ein Rennen voller Events, das sich in die Geschichtsbücher des Sports eintragen sollte. Sowohl Álex Rins als auch Cal Crutchlow fielen aufgrund von Verletzungen in den Warmups aus, dann kam es in den letzten Runden des Rennens schließlich noch zum Ausfall von Marc Marquez. Dass sich Quartararo im Anschluss darauf das Rennen sichern würde, war für niemanden eine Überraschung, immerhin hätte er bereits 2019 an vier Rennen den Sieg geholt, wäre der überragend schnelle Marquez nicht gewesen. Dieses Jahr könnte für den Franzosen das Jahr werden. An seinem Talent und Können wird nicht gezweifelt. Mit einer Quote von 2,00 (Stand: 22.07.) unter den Online Sportwetten wird der Franzose bereits als Favorit auf den Sieg der Weltmeisterschaft gehandelt, zumindest ohne Marc Marquez. Sein Talent zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er auch in brenzligen Lagen einen kühlen Kopf bewahrt – wie er in Jerez unter Beweis stellte – und sich hervorragend auf unterschiedliche Grip-Konditionen einstellen kann. 20 ist zudem seine Glückszahl, denn es ist seine Racing-Nummer und auch sein Geburtstag. 2020 könnte damit genau sein Jahr sein.

Ab 2021 im Yamaha-Werksteam

Großes sieht auch Yamaha in dem talentierten Piloten. Wie im Februar bekannt gegeben wurde, tritt Quartararo ab 2021 für zwei Jahre an der Seite von Maverick Viñales dem Yamaha-Werksteam bei. Quartararo kommt damit schon in dieser Saison eine Menge Leistungsdruck zu, um dem Team bei Yamaha zu beweisen, dass sie mit ihm die richtige Wahl getroffen haben. Zudem wird er ab 2021 große Fußstapfen zu füllen haben: In Folge der Promotion von Quartararo bedeutet dies für MotoGP-Legende Valentino Rossi, dass er dieses Jahr seine letzte Saison im Werksteam von Yamaha fahren wird. Der Italiener gab sich bei der Bekanntgabe wenig überrascht, er hätte bereits seit Oktober damit gerechnet, wie er in einem Interview erklärte. Ungeachtet des Abschieds steht für Rossi eine M1 bei Petronas-Yamaha ab 2021 bereit, sollte er für das Kundenteam fahren wollen. Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben, sollte er das Angebot jedoch annehmen, würde es im nächsten Jahr zu einem Motorradtausch zwischen Rossi und Quartararo kommen.

Fabio Quartararo ist ein aufsteigender Stern am MotoGP-Himmel, der bereits während seiner Anfangszeit in der Königsklasse groß aufzeigte und gerade seinen ersten GP-Sieg nachhause holte. Es wird spannend, ihn in dieser und den kommenden Saisons zu beobachten.

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