Valentino Rossi - © Michelin

© Michelin – Valentino Rossi beendete keinen der drei Vorsaisontests in den Top 5

Am Sonntag ging der dritte und finale MotoGP-Vorsaisontest mit einer weiteren Bestzeit von Maverick Vinales zu Ende.

Der junge Spanier sicherte sich beim Nachsaisontest in Valencia und den folgenden drei Vorsaisontests in Malaysia, Australien und Katar die Bestzeit und startet als einer der WM-Favoriten in seine dritte MotoGP-Saison.

Weniger rosig sieht es aktuell bei Vizeweltmeister Valentino Rossi aus. Der 38-jährige Italiener konnte bei keinem der Tests mit seinem neuen Teamkollegen mithalten. Gespannt sein darf man, was Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo mit der 2017er-Ducati ausrichten können.

Fahrermanager Carlo Pernat war bei den Vorsaisontests vor Ort und beobachte genau, was die MotoGP-Superstars zeigten. „Ich sah bei Yamaha zwei Seiten: die von Vinales, der frisch wirkt und schnell ist, und die von Vale, der große Probleme hat. Er fand nicht die Lösungen, nach denen er suchte“, berichtet Pernat gegenüber ‚GPOne.com‘.

„Hinsichtlich der Rennsimulation sind Dovi und Maverick am besten vorbereitet. Bautistas Rennsimulation war eine Überraschung. Damit rechneten nur wenige“, bemerkt Pernat, der sich weiterhin um die Verträge von Andrea Iannone kümmert. Nach dem Wechsel zu Suzuki hat Iannone zu kämpfen. In Katar stürzte der Italiener und verpasste den Einzug in die Top 10.

Bei seinem alten Arbeitgeber läuft es hingegen gut. Ducati fuhr beim finalen Test mit beiden Werkspiloten in die Top 4. „Für Ducati und Dovi ist es ein sehr wichtiges Jahr. Bei Andrea läuft es gut. Er ist entschlossen, während Lorenzo zu kämpfen hat. Doch das ist nachvollziehbar, denn der Wechsel von der Yamaha zur Ducati ist nicht so einfach. Jorge fuhr keine Rennsimulation. Vermutlich fehlte ihm die Zeit“, grübelt Pernat.

Und wie beurteilt er die Situation bei Titelverteidiger Marc Marquez? „Die Honda ist besser als im vergangenen Jahr. Man kann sich sicher gut erinnern, wie groß die Probleme waren, die sie in der ersten Saisonhälfte hatten. Nun läuft es besser, doch es gibt noch viel zu tun. Marc stürzt sehr oft. Er hat kein Vertrauen in die Front“, stellt der MotoGP-Manager fest.

Einen positiven Eindruck hinterließ erneut das Tech-3-Duo. Jonas Folger und Johann Zarco freuten sich über Top-10-Platzierungen. „Die Außenseiter setzten sich gut in Szene, besonders Folger und Zarco. Ich denke aber, dass sie in den Rennen den Anschluss verlieren“, analysiert Pernat und schreibt die beiden Yamaha-Piloten damit vorzeitig ab.

Text von Sebastian Fränzschky

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