Agostini und Rossi - © LAT

© LAT – Ein gemeinsames Bild aus dem Archiv: Agostini und Rossi

(Motorsport-Total.com) – Betrachtet man ausschließlich die Königsklasse, dann ist Giacomo Agostini mit acht Weltmeistertiteln bis heute der erfolgreichste Motorrad-Rennfahrer.

Valentino Rossi wurde in der Königsklasse siebenmal Weltmeister und ist die Nummer zwei in dieser Statistik. Bei den Grand-Prix-Siegen in der Königsklasse hat Rossi die Nase vorne. Mit 89 Triumphen führt er diese Bestenliste an. Agostini kam auf 68 Siege in der ehemaligen 500er-Klasse.

In einem Interview mit der italienischen Zeitung ‚Quotidiano Nazionale‘ wurde der 77-Jährige zu Rossi befragt. Agostini meint, dass die Karriere langsam zu Ende geht: „Valentino macht was er kann, aber er hält nicht mehr mit. Das bereitet ihm Probleme“, so Agostini. „Vale macht sehr viel, aber die Jahre verstreichen. Das gilt für jeden.“

Agostini zieht einen Vergleich mit Legenden aus anderen Sportarten: „Das war so bei Maradona, bei Cassius Clay, Eddy Merckx. Auch für mich sind die Jahre vergangen, andernfalls würde ich immer noch auf der Strecke sein. Die Zeit vergeht und an einem bestimmten Punkt realisiert man das und fängt an nachzudenken. Wir alle wollen ihn vorne haben, dass er immer die Nummer 1 ist. Aber ich denke, es ist jedem klar, dass seine Gegner jetzt viel stärker sind.“

Seit zwei Jahren hat Rossi nicht mehr gewonnen. Der Traum vom klassenübergreifend zehnten WM-Titel ist auch 2019 in weite Ferne gerückt. „Valentino hat Spaß und will immer noch fahren. Er will Teil dieser Welt sein. Und selbst wenn er nur Vierter, Fünfter wird und nicht gewinnt, genießt er es“, sagt Agostini. „Es bereitet ihm Freude weiterzufahren. Dadurch kann er sich auch mit schwierigen Momenten wie aktuell auseinandersetzen.“

Der klassenübergreifend 15-malige Weltmeister ist auch überzeugt, dass Rossi Yamaha helfen kann, wieder an die alte Stärke anzuknüpfen. „Valentino fährt und gewinnt schon sein ganzes Leben. Er hat eine einzigartige Erfahrung“, so Agostini. „Ich glaube, dass er technisch mehr als jeder andere Fahrer weiß. Wenn mit der Yamaha etwas falsch ist, dann sind seine Beurteilungen und Entscheidungen immer die besten.“

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Matteo Nugnes

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