Marc Marquez - © Repsol Honda

© Repsol Honda – Marc Marquez will nach all dem Verletzungspech wieder vorn mitkämpfen

(Motorsport-Total.com) – Für Honda wurden die vergangenen zwei Jahre in der MotoGP vor allem durch die Verletzungen von Marc Marquez bestimmt: erst der Bruch des Oberarms in Jerez 2020, der ihn die komplette Saison außer Gefecht setzte und auch 2021 noch beeinträchtigte; dann mit dem Augenproblem Ende 2021 der nächste Rückschlag.

„Die letzten Jahre waren schwierig, aber ich denke, das Leben besteht aus Herausforderungen, oder? Und obwohl wir wirklich große Probleme hatten, haben wir es geschafft, als Gruppe, als Team weiterzumachen“, sagt Honda-Teammanager Albert Puig.

Über den Winter musste er fürchten, beim ersten offiziellen Vorsaisontest in Sepang nur mit einem Stammfahrer, nämlich Pol Espargaro, antreten zu können. Doch Marquez‘ Sicht besserte sich schneller als ursprünglich erwartet, sodass der Spanier in Sepang auf die Strecke gehen und das neue Motorrad testen konnte.“

„Das wird eine große Hilfe sein. Wir wussten, dass Pol bereit war, aber es war wichtig, dass Pol auch Marc hatte und Marc hatte Pol, um die Motorräder zu testen und all das zu entwickeln, was die Japaner während des Winters gemacht haben“, weiß Puig.

Puig: Marquez noch nicht bei 100 Prozent
Angesprochen auf die Fitness von Marquez bleibt der Teammanager jedoch vorsichtig. Zwar sei das Sichtproblem verschwunden. „Das ist der erste Punkt. Punkt zwei ist, dass er unter den Problemen mit seiner Schulter im letzten Jahr sehr gelitten hat und er dieses Jahr wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent fit sein wird.“

„Aber wir haben viele Dinge in der Art und Weise geändert, wie er an seine körperliche Verfassung herangeht, und ich bin ziemlich sicher, dass er eine große Verbesserung machen wird“, sagt Puig weiter und erinnert daran, das Marquez 2021 trotz der Schulter dreimal gewann. „Also erwarte ich dieses Jahr große Dinge von ihm.“

Der Spanier ist sich sicher: Hätten Marquez keine Verletzungen ausbremst, wäre er jetzt um zwei weitere Titel reicher. „Ich weiß, dass ich das sage, weil ich bei Honda arbeite, aber ich glaube ganz klar, dass er in den letzten beiden Jahren auch gewonnen hätte, wenn er nicht dieses Problem mit der Schulter gehabt hätte.“

Honda hat die RC213V einmal generalüberholt
Deshalb ist für 2022 nicht weniger als die WM-Krone das Ziel – natürlich vorausgesetzt Marquez bleibt gesund. Allerdings muss sich der Spanier in seinem nunmehr zehnten MotoGP-Jahr bei Respol-Honda an eine deutlich veränderte RC213V gewöhnen.

Puig erklärt: „Wir hatten alle eine klare Vorstellung davon, was wir verbessern müssen, und wollen glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben schon vergangenes Jahr beim Test in Misano einige Schritte gemacht und sie in Jerez beim Wintertest bestätigt.“

„Jetzt müssen wir sehen, ob all unsere Gedanken, all unsere Vorbereitungen zusammenpassen und wir am Ende nicht mehr nur ein Proto-Bike, sondern das echte, richtige Motorrad für diese Saison haben“, blickt der Teammanager voraus. Nach dem ersten Test fiel das Feedback beider Fahrer jedoch schon mal positiv aus.

2022 mit Marquez und Espargaro titelfähig?
Auf die Frage, ob es reichen wird, Honda wieder zurück an die Spitze zu bringen, antwortet Puig: „Letztes Jahr hat Marc drei Rennen mit einem verletzten Arm gewonnen, Pol fuhr ein sehr gutes Saisonende. Obwohl wir also viele Probleme mit unserem Motorrad und unseren Fahrern hatten, waren wir manchmal dabei.“

„Es stimmt, dass wir nicht den Titel gewonnen haben, wie die Leute es von uns gewohnt sind. Aber wir können nicht sagen, dass wir komplett raus waren. Für dieses Jahr wollen wir natürlich denken, dass wir, wenn unsere beiden Fahrer fit sind und wir das Motorrad verbessern, um das kämpfen können, das wir gewohnt sind.“

Das gilt auch für Espargaro, der in seinem zweiten Jahr mit Honda abliefern muss. „Wir erwarten, dass er Rennen fährt, um zu gewinnen, um Top-Positionen zu kämpfen. Das ist der Grund, warum wir ihn unter Vertrag genommen haben“, hält Puig fest.

„Er ist schnell, er hat Erfahrung, er ist kein kleines Kind. Sein Job ist es also, um die vorderen Plätze zu fahren. Es stimmt, dass es vergangenes Jahr lange gedauert hat, bis er dieses Motorrad verstanden hat. Während des Jahres haben wir uns verändert, in Misano hat er einen großen Schritt gemacht, um das Motorrad zu verstehen.“

„Wir haben bei diesem Test auch viele Dinge erkannt, sodass er sich weiter verbesserte. Er hatte einen guten Winter, obwohl er in Valencia einen schweren Sturz hatte. Er ist motiviert, und wir erwarten, dass er um gute Positionen kämpfen wird.“

Text von Juliane Ziegengeist

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