Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Mit der Aero-Verkleidung soll Lorenzo ein besseres Gefühl fürs Vorderrad haben

Am Wochenende startet die MotoGP-Saison 2017 in die zweite Hälfte. Für einige Piloten ist das zehnte Rennwochenende der Saison ein Neustart.

Jorge Lorenzo zählt zweifellos zu den Fahrern, die in den ersten neun Rennen hinter den Erwartungen zurück blieben. Während Teamkollege Andrea Dovizioso zwei Rennen gewinnen konnte und die WM zwischenzeitlich anführte, fuhr Lorenzo meist hinterher und stand nur ein Mal auf dem Podium.

Aktuell ist der erfolgsverwöhnte Spanier nur WM-Neunter. Doch mit Blick auf den bevorstehenden Tschechien-Grand-Prix in Brünn ist Lorenzo durchaus optimistisch, sich endlich zu steigern. Zwei Mal konnte er bereits in Brünn gewinnen. Zudem stand er in seiner MotoGP-Karriere drei weitere Male auf dem Podium.

„Wir haben die Halbzeit der Saison erreicht. Nachdem ich direkt nach dem Deutschland-Grand-Prix ein paar Tage Urlaub gemacht habe, absolvierte ich in den vergangenen drei Wochen ein hartes Training und bereitete mich für den zweiten Teil der Meisterschaft vor“, berichtet Lorenzo und schaut auf den Tschechien-Grand-Prix: „Brünn ist eine Strecke, auf der ich mich wohl fühle. Ich denke, dass ich dort eine gute Leistung zeigen kann.“

„Der Kurs hat viele Kurven, alle sind miteinander verbunden. Ich habe sehr viele gute Erinnerungen. Ich kann es kaum erwarten, mit meinem Team wieder die Arbeit aufzunehmen und mich bei den ausstehenden neun Rennen zu steigern. Ich bin überzeugt, dass wir einen großen Schritt machen werden“, betont der ehemalige Yamaha-Werkspilot.

Wichtige Verschnaufpause für Lorenzo
Riding-Coach Michele Pirro ist überzeugt, dass die Pause zwischen den Rennen in Deutschland und Tschechien gut für Lorenzo war: „Ich denke, er brauchte diese einmonatige Pause“, wird der Ducati-Testpilot von ‚GPOne.com‘ zitiert. Die schwachen Ergebnisse nach dem Podium in Jerez kamen auch für Pirro überraschend: „Es ist nicht schön, ihn leiden zu sehen. Ich hoffe, dass seine Arbeit in Kombination mit unserer Früchte tragen wird.“

„Jorge fehlt das Vertrauen“, begründet Pirro die anhaltenden Probleme seines Schützlings und fügt hinzu: „Das Problem haben alle Fahrer, wenn sie sich mit einem neuen und einzigartigen Motorrad wie der Ducati auseinander setzen müssen. Er ist ein Fahrer, der die Front sehr intensiv nutzt. Er fährt sehr sanft und sauber. Wenn er kein gutes Vertrauen hat dann führt das dazu, dass er mehr leidet als andere.“

Große Hoffnungen steckt Ducati in die neue Aero-Verkleidung, die in Brünn debütieren soll. „Wir versuchen, zu kompensieren, was wir aus Sicht der Aerodynamik durch den Verlust der Winglets verloren haben. Wir hoffen, dass die Lösung Jorge am Kurveneingang hilft. Als er das Motorrad im November mit Winglets testete, war er sehr angetan. Das große Ziel ist es, ihm Vertrauen für das Vorderrad zu schenken“, schildert Pirro.

Noch ist aber nicht klar, ob Ducatis neue Verkleidung tatsächlich in Tschechien homologiert wird. „Die Bedingungen müssen stimmen, um sie zu verwenden. Wir müssen verstehen, ob es auf dieser Art Strecke ein Vorteil ist“, bemerkt der Ducati-Testfahrer.

Text von Sebastian Fränzschky

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