Valentino Rossi, Andrea Dovizioso, Maverick Vinales - © Michelin

© Michelin – Enge WM, harter Kampf: Mit nur zehn Punkten Rückstand ist Rossi mittendrin

Sowohl Valentino Rossi als auch Maverick Vinales hätten sich Anfang Juli wohl einen schöneren Start in die Sommerpause der MotoGP gewünscht.

Doch die Podiumszeremonie beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring fand ohne die Yamaha-Werkspiloten statt. Für Vinales und Rossi reichte es nur für die Ränge vier und fünf. Stattdessen feierte Markenkollege Jonas Folger aus dem Tech-3-Yamaha-Team seinen ersten Podestplatz.

Dennoch holten die Yamaha-Stars wichtige Punkte für die WM, in der sie noch immer in Schlagdistanz auf den Gesamtführenden Marc Marquez (Honda) liegen. Vinales fehlen gerade einmal fünf Punkte, Rossi hat zehn Zähler Rückstand. Beim Start in die zweite Saisonhälfte am kommenden Wochenende in Brünn gilt es nun, den Abstand nicht anwachsen, sondern bestenfalls schmelzen zu lassen. Dafür trainierten beide in der Sommerpause intensiv.

„Unsere Fahrer bereiteten sich während der Pause auf die Meisterschaft vor und reisen daher in guter Verfassung nach Tschechien. Das ist entscheidend in einer so engen Saison, insbesondere angesichts der Back-to-Back-Rennen in den nächsten zwei Wochen“, blickt Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli auf die Grands Prix in Brünn und Spielberg voraus. Rossi trainierte zum Beispiel mit Nachwuchspiloten im „Yamaha V46 Master Camp“.

Rossi: „Es wird schwer, immer aufs Podest zu fahren“
Dieses fand vor wenigen Tagen bereits zum vierten Mal auf seiner hauseigenen Ranch statt. Und auch sonst gönnte sich „Il Dottore“ nicht nur Ruhe. „Ich verbrachte viel Zeit mit meinen Freunden, aber ich bin auch so früh wie möglich wieder ins Training eingestiegen, um mich vorzubereiten, und fühle mich gut. Ich trainierte im Fitnessstudio und auf dem Motorrad. Jetzt will ich unbedingt wieder zurück auf meine M1 und zusammen mit dem Team arbeiten“, sagt Rossi motiviert.

Noch sei die Weltmeisterschaft völlig offen und man werde hart daran arbeiten müssen, immer auf dem Podium zu stehen, weiß der Italiener. Doch Brünn sei eine Strecke, die er mag und mit der er gute Erinnerungen verbindet. So beendete dort ganze 14 Rennen auf dem Podest, darunter siebenmal ganz oben auf dem Treppchen. Der erste Sieg datiert auf das Jahr 1996 in der 125er-Klasse, der letzte Triumph gelang Rossi 2009.

Auch in den vergangenen drei Jahren stand er immer auf dem Podium, wurde im Regen zuletzt Zweiter. Seine Ambitionen für das kommende Rennwochenende sind entsprechend hoch: „Es wird wichtig sein, von der ersten Session an schnell zu sein“, sagt der 38-Jährige. Das will auch Teamkollege Vinales, der seit drei Rennen nicht mehr in die Top 3 vordringen konnte. Der Spanier betont: „Es ist kein Platz mehr für Fehler.“

In Brünn erreichte er bisher nur einmal das Podium: Im Jahr 2013 wurde er, damals noch für KTM in der Moto2 unterwegs, Zweiter. In der MotoGP verzeichnete er im Vorjahr auf der Suzuki einen neunten Platz. Vor dem kommenden Grand-Prix-Wochenende gibt sich Vinales gewohnt kämpferisch: „Ich habe während der letzten Wochen trainiert, um für Brünn und Österreich bereit zu sein. Es sind zwei Strecken, die ich wirklich mag, und ich glaube, hier stark sein zu können.“

Text von Juliane Ziegengeist

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