Cal Crutchlow, Marc Marquez - © GP-Fever.de

Auch Weltmeister Marc Marquez profitiert von Cal Crutchlows Entwicklungsarbeit – © GP-Fever.de

Die Saison 2017 ist das dritte Jahr, in dem Cal Crutchlow eine Honda RC213V pilotiert.

Nachdem der Brite sein MotoGP-Debüt mit Tech-3-Yamaha absolvierte und drei Jahre für das Team von Herve Poncharal fuhr, wechselte er 2014 zu Ducati und genoss erstmals in der MotoGP den Status des Werksfahrers. Ducati und Crutchlow gingen nach nur einer Saison getrennte Wege.

Seitdem fährt der Mann aus Coventry für Lucio Cecchinellos LCR-Team und übernahm Ende 2014 den Platz von Stefan Bradl. Für Honda ist Crutchlow von großen Wert, denn die Erfahrungen, die er mit der Yamaha M1 und der Ducati Desmosedici sammelte, können für die Entwicklung der Honda RC213V verwendet werden.

Nach wie vor sucht HRC nach der perfekten Balance für die RC213V. Marc Marquez umfährt die Problemzonen der Honda regelmäßig und führt die WM momentan an. Doch die anderen Honda-Piloten haben zu kämpfen. „Ich denke, die Honda ist ein wirklich gutes Motorrad, das sehr wettbewerbsfähig ist. Die Ingenieure bei HRC arbeiten sehr hart. Doch ich denke, die Honda ist schwer zu fahren“, analysier Crutchlow im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.

„Sie ist ziemlich feinfühlig und ich denke, sie wäre ein bessere Motorrad, wenn ich dazu beitragen kann, ein Motorrad zu entwickeln, mit dem jeder fahren kann“, fügt er selbstsicher hinzu. Besonders bei den Tests möchte Crutchlow den HRC-Ingenieuren helfen, die Maschine zu verbessern: „Ich bin nicht der Schnellste und fahre nicht immer die bestmöglichen Ergebnisse ein, doch ich verstehe das Motorrad sehr gut.“

„Bei Testfahrten kann ich fünf Runden mit einem Bauteil fahren und es normalerweise sofort beurteilen. Andere Fahrer benötigen dafür einen kompletten Tag“, erklärt er und schaut sich im Honda-Lager um: „Wir müssen uns bewusst machen, dass die anderen vier Honda-Fahrer bisher nur die Honda fuhren. Dani (Pedrosa) und Marc sind richtig schnell und leisten bei den Tests gute Arbeit. Doch sie konzentrieren sich natürlich auf ihre eigenen Ergebnisse. Normalerweise ist es so, dass wenn ich etwas finde, es für alle funktioniert. Andererseits ist es so, wenn sie etwas finden, dann funktioniert es nur für sie selbst.“

In der vergangenen Saison beeindruckte Crutchlow mit zwei Siegen. Er gewann in Brünn bei schwierigen Bedingungen sein erstes MotoGP-Rennen. Auf Phillip Island feierte er seinen ersten Sieg auf trockener Strecke. Momentan ist der LCR-Pilot nur WM-Zehnter. „Die Erwartung ist, dass ich gewinnen soll, wenn es möglich ist. Natürlich weiß ich, dass Marc und Dani stärker als ich unter Druck stehen, zu gewinnen. Doch der Druck, den HRC entwickelt, entspricht in etwa dem Druck, den ich mir selbst auferlege“, so Crutchlow.

Text von Sebastian Fränzschky

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Eine Antwort auf Cal Crutchlow: Was er Marquez und Pedrosa voraus hat

  1. Jens Schilling

    Was für ein selbstherrlicher Quatschkopf !

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